Entdecken Sie mit uns gemeinsam den Arusha-Nationalpark, den mit seinen 137 Quadratkilometern zweitkleinsten Nationalpark Tansanias. Er befindet sich auf halbem Wege zwischen Arusha und dem Internationalen Flughafen Kilimandscharo und eignet sich daher besonders gut für Tagesausflüge bei geringem Zeitbudget oder als Einstieg in einen aufregenden Safariurlaub in Nordtansania. Dazu komm, das der Arusha-Nationalpark keineswegs von Touristenströmen überlaufen ist, und man so trotz der relativ kleinen Größe ein wunderschönes Naturerlebnis haben kann.

Spektakuläre Mischung von Flora und Fauna

Der Nationalpark beheimatet viele unterschiedliche Tierarten, wie beispielsweise Buschböcke, Büffel, Stummelaffen, Elefanten, Flusspferde, Giraffen, Paviane, Schakale sowie Warzenschweine und viele andere. Vor allem ist der Park aber für seine facettenreichen Landschaftsformen sowie artenreiche Flora bekannt. Ein Highlight des Arusha-Nationalparks ist der Ngurdoto-Krater am Fuße des Mount Meru und die dazwischenliegenden sieben Momella-Seen, auf der Sie die eindrückliche Tierwelt des Nationalparks bei einer Kanutour aus ganz anderer Perspektive auf sich wirken lassen können.

Perfekter Einstiegspark

In dem zum Teil dicht bewaldeten Park existieren neben den Säugetieren vereinzelte kleine Seen, ein einzigartiger Krater und der „kleine Bruder“ des Kilimandscharo – der Mount Meru. Daher bieten sich abwechslungsreiche Unternehmensmöglichkeiten. So können Sie den Arusha-Nationalpark beispielsweise klassisch mit dem Geländewagen, aber auch mit dem Rad, zu Fuß oder mit einer Boots- bzw. Kanusafari oder lassen Sie sich nach erfolgreicher Bergtour auf den Mount Meru mit einem atemberaubenden Ausblick auf den größten Berg Tansanias, dem Mount Kilimandscharo, belohnen. Zudem bietet sich die einzigartige Möglichkeit in den alten Räumlichkeiten des Schauspielers Hardy Krüger in der traumhaft schönen Hatari Lodge zu nächtigen. Wenn Sie in den Norden Tansanias reisen und auf eine Safari nicht verzichten möchten, dann eignet sich der Arusha-Nationalpark perfekt als Ihr Einstiegspark.

Informationen zum Arusha-Nationalpark

Alle Reisen in den Arusha-Nationalpark

2 Reisen
  • Fahrradreise nach Tansania - Mit dem Rad im Land der Massai

    13-tägige Fahrradreise mit Übernachtungen in Mittelklasselodges

    • Gruppenreise
    • Flug inkl.
    Fahrradfahrer in der Savanne

    Radreise in Tansania – Mit dem Fahrrad vom Arusha-Nationalpark durch das Land der Massai und über die Usambaraberge zum Indischen Ozean.

    Dauer
    13 Tage
    Reiseziel
    Tansania
    Reisethema
    Fahrrad
    Komfort
    ●●●○○
    Kondition
    ●●●○○
    Preis (ab): 3400
  • Selbstfahrerreise nach Tansania - Von der Savanne an den Strand

    16-tägige Selbstfahrerreise mit Übernachtungen in gehobenen Lodges

    • Selbstfahrerreise
    • Flug inkl.
    Mietwagen in Pangani

    Entdecken Sie Tansania am Steuer Ihres eigenen Autos. Auf dieser schönen Route mit handverlesenen Unterkünften gehen Sie auf …

    Dauer
    16 Tage
    Reiseziel
    Tansania
    Reisethema
    Selbstfahrer
    Komfort
    ●●●●○
    Kondition
    ●○○○○
    Preis (ab): 2500

Unterkünfte im Arusha-Nationalpark

3 Unterkünfte
  • Hatari Lodge

    Hatari-Lodge vor Mt. Meru

    Im Norden des Arusha-Nationalparks und von Akazienwald umgeben liegt die Hatari Lodge, die Ihnen einen großartigen Ausblick …

    Komfort
    ●●●●○
  • Momella Wildlife Lodge

    Momella Wildlife Lodge vor dem Mt. Meru

    Vor der malerischen Kulisse des Mount Meru, unweit des Arusha-Nationalparks, liegt die Momella Wildlife Lodge. Ursprünglich …

  • African View Lodge

    African View Lodge

    In unmittelbarer Nähe zum schönen Arusha Nationalpark liegt die African View Lodge. Das liebevoll angelegte Grundstück …

    Komfort
    ●●●○○

Mehr Informationen zum Arusha-Nationalpark

Im Nordosten Tansanias, nahe der Grenze zu Kenia, befindet sich der zweitkleinste Nationalpark des Landes - der Arusha-Nationalpark. Erstmals wurde dieser im Jahr 1960 als „Ngurdoto Crater National Park“ eingerichtet. Im Osten des Parks befindet sich der sogenannte Ngurdoto-Krater mit seinem 2,5 Kilometer langen Durchmesser, wobei der Kraterboden einen saisonalen Sumpf bildet. Da keinerlei Erkundungen für Reisende direkt in die Mitte des Kraterbodens möglich sind, stellt dieser ein nahezu unberührtes und von Fremdeingriffen-freies Stück Natur dar. Dennoch existiert eine Piste entlang des Kraterrandes, die man im Beisein eines Rangers bewältigen kann. Mit seinen Ortskenntnissen greift er auf die beste Auswahl der zahlreichen Aussichtspunkte am Kraterrand zurück und ermöglicht somit den Besuchern einen Blick auf das Zusammenleben der Tiere, wie zum Beispiel das der großen Herden von Büffeln, Giraffen und Warzenschweinen. Elefanten und Waldschweine lassen sich hier auch, aber eher selten blicken. Lenkt man den Fokus auf das Innere der Kraterwand, so entdeckt man schnell Augur Bussarde, die auf ihre Beute lauern.

Der Krater selbst ist ein Nebenschlot des 4562 Meter hohen und im Westen des Nationalparks gelegenen Mount Meru - dem zweithöchsten Berg Tansanias und dem zehnthöchsten Afrikas. Im Übrigen wurde dieser erst 1967 Teil des heutigen 137 Quadratkilometer großen Arusha-Nationalparks. Dieser lässt sich im Vergleich zum Ngurdoto-Krater sehr präzise erkunden, sogar erklimmen: Angefangen mit einer Wanderung durch bewaldete Savannen, bei der die Reisenden auf Büffel und Giraffen treffen wird, folgen Wälder mit Fackellilien (auch Raketenblumen genannt) und Tillandsia (gehört zu der Familie der Bromelien). Mit zunehmender Höhe entdeckt man die hochgelegene Heidelandschaft, mit ihren Riesenlobelien sowie Strohblumen. Getoppt werden kann dieser Eindruck mit der Blickrichtung zum Mount Kilimandscharo, der höchste Berg des Kontinents, der sich in der aufgehenden Sonne rot einfärbt und ein wunderschönes und einprägendes Erlebnis darstellt. Die Besteigung des Mount Merus wird gern genutzt, um sich auf das Erklimmen des höchsten Gipfels Afrikas, vorzubereiten und dient als optimale Akklimatisation für mögliche Besteigung dessen.

Weiter nördlich, zwischen dem Mount Meru und dem Ngurdoto-Krater befindet sich das Gebiet der Momella-Seen. Dieses entstand aufgrund einer gewaltigen Eruption des Mount Merus vor mehr als 6000 Jahren, als die Ostwand des Kraters zusammenbrach und ein Strom aus Wasser, Schlamm und Steinen mit sich zog. Das Gebiet umfasst sieben Kraterseen, die sich überwiegend vom Grund- oder Niederschlagswasser nähren. Lake El Kekhotoito, einer dieser Seen, ist allerdings bereits komplett ausgetrocknet. Jedoch bietet er mit einsetzender Regenzeit ein tolles Ambiente für Büffel und Zebras. Der Big und Little Momella Lake stellen infolge ihrer alkalischen Wassergehalte einen bevorzugten Lebensraum für tausende Flamingos dar. Lake Rishateni, der sich südlich vom Big Momella angesiedelt hat, überzeugt mit einem landschaftlich tollen Bild von Fieberakazien. Des Weiteren bietet sich die Möglichkeit während einer Safari auf Gänse, Kiebitze, Kormorane und Reiher zu treffen – diese Vogelarten stellen aber nur einen kleinen Anteil der über 400 verschiedenen und im Arusha-Nationalpark existierenden Vogelarten dar. Aber auch andere Tiere, wie Büffel-, Busch- und Wasserböcke sowie Flusspferde und Giraffen lassen sich im Gebiet der Momella-Seen entdecken und beobachten. Einige Reiseunternehmen bieten hier auch Boots- oder Kanutouren an, um diese tierreichen Buchten genauer unter die Lupe zu nehmen.

Abhängig von der Höhenlage sind im Arusha-Nationalpark unterschiedliche Vegetationsstufen existent: Das Gebiet der Momella-Seen ist auf 1500 Meter gelegen und somit tropisch semiarid, während der Gipfel des Mount Merus mit 4566 Metern die hochalpine Vegetationsstufe umfasst. Der Arusha-Nationalpark bietet einen paradiesischen Einblick in dichtes Buschland, gekoppelt mit kleinen Wasserstellen, Savannenarealen, saisonale Sümpfen und Seen sowie Kraterlandschaften. Nicht zu vergessen ist die enorme Tiervielfalt, die der Park zu bieten hat: Neben den bereits erwähnten zahlreichen (Wasser)vögeln ist der Park die Heimat von Diademmeerkatzen, farbenfrohen Turakos und Trogon und schwarzweißen Colobus-Affen. Vor einigen Jahren lebten hier auch noch Nashörner, jedoch wurde das letzte lebende dieser Tiere 1987 geschossen. Hinzuzufügen ist hierbei auch die abnehmende Zahl der Elefanten: 1977 lebten im Gebiet des Arusha-Nationalparks inklusive seiner Umgebung 16.600 Elefanten, 1987 waren es etwa 2.146 und 1990 nur noch circa 900. Demzufolge trifft man sehr selten auf Elefanten. Löwen wird man in diesem Park während einer Safari übrigens überhaupt nicht sehen, dafür aber vielleicht Leoparden und Tüpfelhyänen, die am frühen Morgen und am späten Nachmittag auf Beutejagd gehen.

Die Straßen im Arusha-Nationalpark sind ungepflastert und daher nur mit Geländewagen gut passierbar. In der Nähe des Ngurdoto-Kraters befindet sich ein kleines Naturkundemuseum, indem man sich kleine Souvenirs als Andenken käuflich erwerben kann.
Zusammengefasst bietet sich der Arusha-Nationalpark als gute Einstiegs-Safari für die Reisenden an, die verschiedenen Aktivitäten, wie beispielsweise einer Berg- oder Bootstour mit der Beobachtung einer Vielzahl verschiedener Tierarten kombinieren wollen. Durch die praktische Lage des Kilimanjaro International Airport, der zwischen Moshi und Arusha liegt, ist der Arusha-Nationalpark in weniger als einer Stunde zu erreichen und somit perfekt angebunden.

Doch dieser Nationalpark bietet noch viel mehr als „nur“ eine Safari und andere Aktivitäten: 1962 wurde der Spielfilm von Howard Hawks „Hatari!“ (Swahili und zu deutsch: „Gefahr“) im Arusha-Nationalpark mit John Wayne und Hardy Krüger in den Hauptrollen gedreht. Zudem bietet sich die wunderbare Möglichkeit in dem ehemaligen Privathaus des Schauspielers Hardy Krüger zu übernachten – heute bekannt unter der „Hatari Lodge“.

Der Park ist ganzjährig zu bereisen. Es empfiehlt sich allerdings während der Trockenzeit, also zwischen Juli und März eine Safari im Arusha-Nationalpark zu machen. Für Reisende, die den Mount Meru erklimmen möchten, ist die Zeit zwischen den Monaten Juli und Februar empfehlenswert.

Bildnachweis

Titelbild: David Heidler | Bild / Bild / Bild: Hatari Lodge