Der abgelegene und schwer zugängliche Kidepo-Valley-Nationalpark gilt als der vom Tourismus unberührteste Nationalpark der Welt. Abenteuerlustige begeistert der Park mit echter Wildnis und exzellenten Tierbeobachtungen während der Trockenzeit.

Einzigartige Tierwelt und beeindruckende Landschaften

Der Nationalpark beheimatet eine beeindruckende Vielzahl an Säugetieren. Von den 20 in Uganda vorkommenden Raubtierarten finden sich einige nur hier, beispielsweise Geparden und Schabrackenschakale. Elefanten, Steppenzebras und Rothschild-Giraffen sowie zwölf Antilopenarten werden häufig gesichtet.

Die Landschaft des Parks wird dominiert von Trockensavanne, durchsetzt mit Baumsavanne, Felsnasen und Waldstellen, überragt von beeindruckenden Bergmassiven mit dem Berg Morugole. Zwei Täler mit den beiden Flüssen Kidepo und Narus durchziehen den Nationalpark. Der kleine Narus-Fluss führt ganzjährig Wasser, aber der Kidepo-Fluss trocknet in der Trockenzeit aus. An den Ufern des Kidepo-Flusses wachsen dichtstehende Borassuspalmen.

Aktivitäten im Kidepo-Valley-Nationalpark

Im Kidepo-Valley-Nationalpark lassen sich nicht nur auf klassischen oder Nacht-Pirschfahrten beeindruckende Tierbeobachtungen vor der Kulisse von Savanne und Bergen machen, sondern einige Teile des Parks auch zu Fuß erkunden. So bieten sich geführte Wanderungen in den Lamoj-Bergen oder zu den heißen Quellen von Kanangorok an. Zudem ist es möglich, Besuche in die angrenzenden Dörfer zu organisieren. Die lokale Bevölkerung der Umgebung besteht vornehmlich aus den Volksgruppen der Karimojong und Ik. Die mit den Massai verwandten Karimojong leben im nordöstlichen Uganda und sind traditionell halb-nomadische Viehhirten, bauen jedoch auch Nutzpflanzen an. Die Ik sind ein Bergvolk, das vor allem vom Anbau von Getreide lebt.

Alle Reisen in den Kidepo-Valley-Nationalpark

  • Kulturreise nach Uganda – Ugandas unbekannter Norden

    15-tägige Natur- und Kulturreise mit Übernachtungen in Mittelklasselodges

    • Privatreise
    • Flug inkl.
    Frau am Webstuhl

    Folgen Sie uns in einen der unberührtesten Winkel des Landes und begegnen Sie den Menschen und der Natur Ugandas auf Augenhöhe.

    Dauer
    15 Tage
    Reiseziel
    Uganda
    Reisethema
    Kultur
    Komfort
    ●●●○○
    Kondition
    ●●○○○
    Preis (ab): 3200

Alle Unterkünfte im Kidepo-Valley-Nationalpark

  • Nga'Moru Wilderness Camp

    Vorderansicht vom Nga´Mour Wilderness Camp

    Nga’Moru bedeutet übersetzt ‚Ort der Steine‘ und bietet einen spektakulären Ausblick über das Narus Valley im Kidepo …

    Komfort
    ●●○○○
  • Kidepo Savannah Lodge

    Kidepo Savannah Lodge

    Die brandneue Kidepo Savannah Lodge befindet sich am Rande des malerischen Kidepo-Nationalparks. Sie übernachten hier in …

    Komfort
    ●●●○○

Mehr Informationen zum Kidepo-Valley-Nationalpark

Der 1442 km² große Kidepo-Valley-Nationalpark liegt im Dreiländereck zwischen Uganda, Südsudan und Kenia. Er wurde 1962 geschaffen, um das dortige artenreiche und landschaftlich besondere Savannengebiet zu schützen. Im Südsudan schließt sich das 1050 km² große Kidepo-Reservat an, das zum gleichen Ökosystem gehört.

Der Großteil des Schutzgebiets liegt auf einer Höhe von 900-1200 m über dem Meeresspiegel. Im Südwesten ragen die Napore-Berge an der Parkgrenze in die Höhe und im Südwesten der Morungole-Berg, der mit seinen 2749 m die höchste Erhebung des Schutzgebietes darstellt. Vom östlichen Teil des Parks aus ist der Lutoke-Berg (2797 m) im Südsudan zu sehen.

Der Kidepo-Valley-Nationalpark begeistert mit dem wohl größten Artenspektrum an größeren Säugetieren aller ugandischen Nationalparks. Der Park ist Heimat für eine Vielzahl von Raubtieren, unter anderem Löwen, Leoparden, Schabrackenschakale, Großohrfüchse sowie Geparde. Elefanten ziehen in kleineren Herden durch den Park, vor allem in der Nähe des Narus-Tals. Gelegentlich verlassen sie den Park aber auch und wandern bis in den Südsudan oder nach Kenia. Außerdem kommen Kaffernbüffel, Steppenzebras und zahlreiche Antilopenarten im Schutzgebiet vor, darunter Jackson’s Kuhantilopen, Oribis, Elenantilopen und Klippspringer. Obwohl der Park von Savanne dominiert wird, sind auch fünf Primatenarten in ihm beheimatet, unter anderem der seltene Husarenaffe. Auch die vom Aussterben bedrohte Rothschild-Giraffe ist hier heimisch. Zu den in Uganda nur hier vorkommenden Arten zählen Gepard, Wüstenluchs, Erdwolf, Großer und Kleiner Kudu, Bergriedbock und Günther-Dikdik. Darüber hinaus sind bereits 465 verschiedene Vogelarten im Park gesichtet worden, darunter 14 Arten, die regional endemisch sind. Die Vogelwelt zeichnet sich durch das Vorkommen vieler Greifvogelarten aus.

Es herrscht ein halbtrockenes Klima vor. Die Temperaturen können bis zu 40 °C erreichen, liegen im Durchschnitt jedoch bei 29 °C tagsüber und 17 °C nachts. Durch die verschiedenen Höhenlagen variiert das Klima innerhalb des Parks je nach Standpunkt. Von April bis August gibt es eine Regenzeit. Während der Trockenzeit von September bis März kommt es in manchen Jahren zu einer Dürre.

Die sonnigen Tage und dünne Vegetation machen die Trockenzeit zur besten Zeit für Safaris. Die Tiere kommen zu den verbleibenden Wasserstellen, vor allem dem Narus-Fluss, und lassen sich dadurch sehr gut beobachten. Während der Regenzeit halten die Tiere sich eher verstreut im ganzen Schutzgebiet auf.

Die kürzeste Straßenverbindung von Kampala zum Kidepo-Valley-Nationalpark beträgt etwa 570 km und führt westlich des Kyoga-Sees und durch Acholiland über Gulu und Kitgum. Empfehlenswert ist es, eine Übernachtung in einer dieser Städte oder in Chobe, nahe dem Murchison-Falls-Nationalpark, einzuplanen. Es ist auch möglich, über eine östliche Route durch Moroto und Kotido zu fahren, mit 740 km ist dies jedoch beträchtlich länger. Für alle Strecken ist ein geländegängiges Allradfahrzeug erforderlich.
Es ist auch möglich, per Charter- oder Linienflug ab Entebbe in anderthalb bis zwei Stunden zu einem 3 km südlich des Park-Hauptquartiers gelegenen Landepunkt zu fliegen.

Bildnachweis

Titelbild: Uganda Tourism Board