Allgemein

Mosambik erstreckt sich an der südostafrikanischen Küste von Tansania bis Südafrika und grenzt im Westen an Sambia, Malawi und Simbabwe sowie im Süden an Swasiland. Durch die immense Nord-Süd Ausdehnung von 1.900 Kilometern ergeben sich viele unterschiedliche Natur und Klimaräume. Mosambik beheimatete bis vor kurzem noch alle der sogenannten „Big Five“ also Elefanten, Nashörner, Löwen, Leoparden und Büffel. Leider wurden 2013 die letzten Nashörner von Wilderern ausgerottet. Dennoch zeichnet sich Mosambik durch einen großen Tierreichtum and Land und im Wasser („Big Five“ der Meere: Buckelwale, Mantarochen,Delfine, Walhaie und Schildkröten) aus. Berühmt ist Mosambik vor allem aber auch für seine traumhaften Strände und gilt Paradies für Taucher und andere Wassersportler. Auch kulturell und kulinarisch hat Mosambik einiges zu bieten wobei portugiesische und arabische Einflüsse die ohnehin große Vielfalt Mosambiks bereichern.

Geografie

Mosambik liegt am Indischen Ozean zwischen 10 ° und 27 ° südlicher Breite beziehungsweise zwischen 45 ° und 54 ° östlicher Länge. Die sogenannte Straße von Mosambik trennt es von der Insel Madagaskar. Das Land hat bei einer starken Nord-Süd Ausrichtung eine Fläche von 801.590 km² und ist damit mehr als doppelt so groß wie Deutschland.
Mosambik verfügt über eine von Korallenriffen gesäumte 2.500 Kilometer lange Küste. Im Süden wird sie von Sandstränden, Lagunen und vorgelagerten Inseln bestimmt. Während der gesamte Süden ein sehr flaches Profil aufweist, geht die Landschaft nach Norden und Westen zunächst stufenförmig in ein Hochlandplateau bis 1.000 Meter Höhe über. In den Grenzregionen gibt es mehrere Gebirgsregionen, wobei der Monte Binga an der Grenze zu Simbabwe mit 2.436 Metern Höhe den höchsten Berg Mosambiks darstellt. Das Land wird von mehreren aus dem Hochland kommenden Flüssen durchquert. Der bekannteste und zugleich einer der größten Flüsse Afrikas, ist der Sambesi, welcher in der Mitte Mosambiks in ein weites Delta mündet. Weitere große Flüsse sind der Limpopo im Süden und der Ruvuma, der zugleich die Grenze zu Tansania markiert. Im Nordwesten grenzt Mosambik zudem an den Malawisee, einer der schönsten Seen Afrikas mit einer Vielzahl an exotischen Fischen die nur hier vorkommen.
Die größten Städte sind die Hauptstadt Maputo sowie Matola im Süden, Beira in der Mitte und Nampula im Norden des Landes.

Klima

Das Land unterteilt sich in drei Klimazonen: der südlichen und nördlichen Küstenzone, sowie das Inland. Mosambik ist wie die meisten tropischen Ländern von Regen – und Trockenzeit bestimmt. Die Regenzeit liegt hier zwischen Oktober und März wobei die Niederschläge je nach Lage unterschiedlich ausfallen und oft auch mit heftigen Tropenstürmen den sogenannten Zyklonen begleitet werden können. Diese entstehen durch den in dieser Jahreszeit vorherrschenden Nordost-Monsun. Im Allgemeinen ist der südliche Teil des Landes trockener als der Norden. Gerade in den Trockenmonaten kann es hier auch zu Dürren kommen. Die Tagestemperaturen im Küstenraum liegen das ganz Jahr zwischen 25 °C und 30 °C, im Landesinneren können sie auch bis 37 °C klettern. Während in der Regenzeit auch die Nächte sehr warm bleiben zeichnet sich die Trockenzeit besonders im Süden durch eine erhebliche Abkühlung aus. Nachts können die Temperaturen hier bis unter 15 °C sinken.

Gesellschaft und Politik

In Mosambik leben ca. 25 Millionen Menschen, die sich auf 78 verschiedene Völker aufteilen. Die bedeutendsten von ihnen sind die Makua (40 %). Weitere große ethnische Gruppen sind die Tsonga, die Yao und die Makonde. Die offizielle Landessprache ist Portugiesisch, daneben werden aber noch 40 weitere indigene Sprachen gesprochen. Traditionelle Volksreligionen spielen weiterhin eine sehr große Rolle in Mosambik und werden von fast der Hälfte aller Mosambikaner praktiziert. Ein Drittel der Menschen bekennt sich zum Christentum und etwa ein Fünftel zum Islam. Oft bekennen sich Menschen zu mehr als einer Religion, was als nicht ungewöhnlich für afrikanische Glaubensvorstellung ist. Nach einem opferreichen Befreiungskrieg von der Kolonialherrschaft welcher 1975 in der Unabhängigkeit Mosambiks endete folgte ein 16-jähriger Bürgerkrieg, der tiefe Wunden im Land hinterließ. Seit Mitte der 90er Jahre aber befindet sich Mosambik auf einem guten Weg zu mehr wirtschaftlicher und politischer Stabilität, sieht sich aber noch immer vor großen Herausforderungen.

Infrastruktur

Trotz massiven Investitionen in den Straßen und Schienenbau ist das Transportnetz in einem sehr schlechten Zustand. Der lange Bürgerkrieg hinterließ große Schäden in jedem Bereich und der Aufbau des Landes ging seitdem nur mühsam voran. Obwohl die Stromversorgung relativ stabil ist kann es hin und wieder zu Ausfällen kommen, wobei die meisten Hotels und Lodges über eine seperate Notfallversorgung verfügen. Das Mobilfunknetz kann außerhalb der Städte schwächeln. Internetverbindungen sind prinzipiell fast überall vorhanden, doch muss man sehr langsame Verbindungen in Kauf nehmen. Im Allgemeinen bleibt zu betonen das Mosambik eines der am schlechtest entwickelten und ärmsten Länder der Erde ist, und das Reisende bereit sein müssen auf manchen Komfort verzichten zu können.

Sicherheit

Grundsätzlich ist Mosambik ein sehr sicheres und politisch stabiles Land. Man sollte es allerdings vermeiden bei Nacht alleine unterwegs zu sein, besonders in den Außenbezirken von Großstädten. Gerade in der Hauptstadt werden gelegentlich Raubüberfälle gemeldet. Seien Sie sich bewusst das Mosambik eines der ärmsten Länder der Welt ist und vermeiden Sie das „Zur-Schau-tragen“ von Wertgegenständen um Überfälle bzw. Diebstähle zu vermeiden. Wir beraten Sie gerne dazu wie Sie sich am besten gegen Diebstahl schützen können. Auch raten wir Ihnen dringend davon ab illegale Güter, (wie z.B. Hehlerware, Marihuana etc.) die Ihnen vielleicht auf der Straße zum Kauf angeboten werden, anzunehmen. Sie schützen damit nicht nur sich selbst sondern verhindern auch das Ausbreiten organisierter Kriminalität.
Im Straßenverkehr sollten sie mit erhöhter Vorsicht agieren, da der schlechte Zustand von Straßen und Autos, sowie rücksichtslose Verhaltensweise ein erhöhtes Gefahrenpotential darstellt.
Weiterhin sollten Sie sich bewusst machen, dass sie in einem Land mit einer anderen Kultur und Religion reisen. Wir bitten Sie daher auf die kulturellen Wertevorstellungen Ihrer Gastgeber Rücksicht zu nehmen und Verhalten das als Provokation aufgefasst werden kann zu vermeiden. Auch hier stehen wir und unsere Partner vor Ort Ihnen gerne beratend zur Seite.