
Natur- und Kulturreise - Der Natur auf der Spur
12-tägige Natur- und Kulturreise nach Uganda und Ruanda
- Privatreise
Ruanda wird aufgrund seiner Lage entlang des Großen Afrikanischen Grabenbruchs zwischen 1000 und 4500 Metern Höhe oft auch das „Land der tausend Hügel“ oder seltener die „Schweiz Afrikas“ genannt. Durch seine Höhenlage überrascht Ruanda seine Besucher mit einem für die geographische Lage sehr mildem Klima. Es ist eines der grünsten und fruchtbarsten aber auch eines der saubersten Länder des Kontinents. 2008 wurden Plastiktüten verboten, was einen enormen positiven Effekt auf die Natur in Ruanda hatte.
Das kleine Land, das gerade einmal so groß wie Hessen ist, beheimatet im Nyungwe Nationalpark den größten Bergnebelwald Ostafrikas in dem fast die Hälfte aller noch existierenden Berggorillas leben. Die Gorillataufe, „Kwita Izina“ genannt, findet jedes Jahr symbolisch für alle neugeborenen Gorillas statt. Bei einem Besuch des Vulkan-Nationalpark kann man die sanften Riesen hautnah erleben und gleichzeitig einen Beitrag zu Ihrer Erhaltung leisten.
Weiter im Südosten befindet sich der Akagera-Nationalpark, der neben Löwen, Elefanten, Flusspferden, Antilopen und Krokodilen über 500 verschiedene Vogelarten beherbergt.
Wer am Ende einer Reise etwas entspannen will, der sollte auf jeden Fall einen Abstecher zum wunderschönen Kivu-See machen. Das Smaragdgrüne Wasser und die kleinen malerischen Inseln laden zum Baden und zu kleinen Bootsexpeditionen ein.
Ruanda verfügt zudem über eine vergleichsweise sehr gute Infrastruktur, man kommt also recht zügig von A nach B. Aufgrund seiner kleinen Größe eignet es sich auch wunderbar in Kombination mit einer Safari- oder Kulturreise in den Nachbarländern Uganda und Tansania.

12-tägige Natur- und Kulturreise nach Uganda und Ruanda

12-tägige Rundreise mit Übernachtungen in Mittelklasselodges












Ruanda ist ein dicht bevölkerter Binnenstaat in Ostafrika. Das Land wird wegen seiner hügeligen Landschaft auch das Land der tausend Hügel genannt. Ruanda grenzt an Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania. Auf dem Staatsgebiet verläuft die afrikanische Hauptwasserscheide zwischen den Einzugsgebieten des Nil und des Kongo. Von 1884 bis 1916 gehörte Ruanda zur deutschen Kolonie Deutsch-Ostafrika, danach war es belgisches UN-Mandatsgebiet, bevor es 1962 seine Unabhängigkeit erhielt. Touristisch interessant sind insbesondere die Gorillas in den Virunga Bergen sowie die Schimpansen im Nyungwe Forest Nationalpark. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten in Ruanda zählen der Nyanza Königspalast, das Nationalmuseum von Butare und das Genozid Mahnmal in Murambi.
Die Republik Ruanda erstreckt sich über eine Fläche von 26.338 km², zwischen dem 29 und 31 ° östlicher Länge und dem 1 und 3 ° südliche Breite. Das Land grenzt im Norden an Uganda, im Osten an Tansania, im Süden an Burundi und im Westen an die Demokratische Republik Kongo. Ruanda liegt auf einem Hochplateau, das eine Durchschnittshöhe von 1.400 bis 1.700 Meter hat. Entlang der Westgrenze des Landes verläuft der Zentralafrikanische Graben mit dem Kivu-See. Die höchsten Erhebungen Ruandas sind die Vulkane Kalisimbi (4.507 m), Muhabura (4.127 m), Visoke (3.711 m), Sabyinyo (3.654 m) und Gahinga (3.487 m). Im Nordwesten des Landes, an der Grenze zur Demokratische Republik Kongo, befinden sich die vulkanischen Virunga Berge mit dem schneebedeckten Mount Karisimbi.
Trotz der Nähe zum Äquator ist das Klima in Ruanda eher mild und man spricht von tropischem Hochlandklima. Die Temperaturen liegen meist zwischen angenehmen 19 °C und 25 °C. In den Nächten kann es in manchen Landesteilen aufgrund der Höhenlage deutlich abkühlen. Im Westen des Landes, am Kivu-See, ist es mild und gemäßigt, im Hochland kühl, zum Teil mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit. Die durchschnittliche Temperatur im Hochland beträgt etwa 19 °C. Im Osten ist es meist wärmer. Es gibt zwei Trockenperioden und zwei Regenzeiten. Eine kurze Trockenperiode erstreckt sich über den Zeitraum von Dezember bis Januar, mit Temperaturen im Durchschnitt in Kigali von etwa 20,3 °C. Die große Regenzeit ist von Februar bis Mai. Während der großen Trockenzeit, die von Juni bis Mitte September dauert, ist es in Kigali etwa 20,5 °C warm. In der kleinen Regenzeit, von Mitte September bis November, beträgt die durchschnittliche Temperatur in der Hauptstadt etwa 20,2 °C.
Ruanda hat etwa 10,5 Millionen Einwohner. Mit durchschnittlich 432 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Ruanda das am dichtesten bevölkerte Land Afrikas. Ruandas Bevölkerung besitzt zwar eine gemeinsame Sprache und Kultur, allerdings unterscheiden sich ethnisch Tutsi, Hutu und Twa. Muttersprache nahezu aller Ruander ist die Bantusprache Kinyarwanda. 88 % der Einwohner beherrschen ausschließlich diese Sprache. Weitere offizielle Amtssprachen sind, seit der belgischen Kolonialzeit, Französisch und seit 1994 Englisch, das vor allem von aus Tansania und Uganda rückkehrenden Langzeitflüchtlingen eingeführt wurde. In den Handelszentren wird auch das ebenfalls Swahili gesprochen. Im Frühjahr 2017 beschloss die Abgeordnetenkammer, Swahili als Teil der fortwährenden Integration in die Ostafrikanische Gemeinschaft als weitere Amtssprache einzuführen.
Ruanda ist eine Verfassungsrepublik, die heute jedoch noch stark von den Nachwirkungen des Krieges (1990–1994) und Völkermordes (1994), die wirtschaftlichen Probleme und der Unsicherheit in der Region prägt.
Das Straßennetz ist zwar für die Größe des Landes sehr vollständig, allerdings sind nur etwa 1.500 km geteert. Da die restlichen Straßen häufig eher in schlechterem Zustand sind, sollten Fahrten eher nur am Tag durchgeführt werden. Hinsichtlich des Luftverkehrs fliegen verschiedene nationale und internationale Fluglinien den internationalen Flughafen Kigali an. Seit 2010 wird das Internet stark ausgebaut und verbessert, und es ist im gesamten Land möglich online zu gehen. Ähnlich ist auch der Zustand des Mobilfunknetzes, sodass eine Erreichbarkeit meist permanent möglich ist. Die Stromversorgung unterliegt momentan einigen umbauten hin zu mehr regenerativen Energiegewinnung. So wird inzwischen etwa 50 Prozent des Stroms durch Wasserkraftwerke produziert. Allerdings ist das Stromnetz kaum ausgebaut und der meiste Strom wird in Kigali genutzt.
Das Land hat sich seit den 90er Jahren stabilisiert und gilt als sicheres Reiseland. Das Auswärtige Amt warnt allerdings, aufgrund der momentanen Lage, vor Reisen in die Grenzgebiete zum Kongo und Burundi. In Städten kommt es gelegentlich zu Taschendiebstählen, versuchen Sie also zu vermeiden Großveranstaltungen zu besuchen und seien Sie an öffentlichen Orten wie Märkten und Busbahnhöfen wachsam.
Ruanda hat ein angenehm mildes Hochlandklima. Die Temperaturen bleiben das ganze Jahr über stabil, oft zwischen 20 und 27 Grad Celsius. Regen fällt vor allem von März bis Mai und von Oktober bis Dezember. Die Monate Juni bis September sind meist trocken und damit ideal für Ihre Reise.
Ruanda begeistert mit vielfältigen Landschaften, von den tiefgrünen Bergnebelwäldern des Nyungwe-Nationalparks bis zu den markanten Vulkanhängen im Norden. In Nyungwe beobachten Sie lebhafte Schimpansen, die sich geschickt durch das dichte Blätterdach bewegen. Im Volcanoes-Nationalpark erleben Sie Berggorillas in ihrer natürlichen Umgebung. Der Akagera-Nationalpark im Osten öffnet weite Savannen, ausgedehnte Seenlandschaften und eine reiche Tierwelt. Kigali verbindet moderne Architektur mit lebendiger Kultur und bewegender Geschichte und rundet Ihre Reise eindrucksvoll ab.
Ruandas Wirtschaft zählt zu den dynamischsten in der Region. Der Dienstleistungssektor ist mit rund 54 Prozent wichtigster Wachstumsmotor, gefolgt von Landwirtschaft und Industrie. 2024 lag das Wirtschaftswachstum bei 8,9 Prozent, getragen von starken Leistungen in Dienstleistungen und Industrie. Infrastruktur, Tourismus und erneuerbare Energien gewinnen weiter an Bedeutung und machen das Land zu einem attraktiven Standort für Investitionen.
Der Genozid in Ruanda war ein staatlich orchestrierter Massenmord, der 1994 innerhalb von rund hundert Tagen verheerende Gewalt auslöste. Angehörige der Tutsi-Gesellschaftsgruppe sowie moderat eingestellte Hutu wurden systematisch verfolgt und getötet. Heute erinnert das Kigali‑Genocide-Memorial an die Ereignisse und zeigt, wie das Land konsequent auf Versöhnung und gesellschaftlichen Wiederaufbau setzt.
Für die Einreise nach Ruanda benötigen Sie einen Reisepass, der mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültig ist. Schweizer und österreichische Staatsangehörige benötigen – wie deutsche Staatsangehörige – ein Visum, das entweder vorab online oder direkt bei der Ankunft beantragt werden kann. Ein Visum‑on‑Arrival ist für Staatsangehörige vieler Länder möglich, darunter auch Deutschland; die gleichen Bedingungen gelten in der Regel für die Schweiz und Österreich, die zu den visumspflichtigen Ländern zählen, die ein einfaches Visum bei Einreise erhalten können. Damit gestaltet sich die Einreise für Reisende aus allen drei Ländern unkompliziert und flexibel.
Ruanda gilt heute als sicheres Reiseziel und überzeugt durch stabile politische Verhältnisse. Reisende sollten lediglich in Grenzregionen zu Burundi, zur Demokratischen Republik Kongo und in Teilen des Nordens erhöhte Aufmerksamkeit walten lassen, da hier vereinzelt sicherheitsrelevante Vorfälle berichtet wurden. In Kigali und den großen Nationalparks ist die Lage ruhig, staatliche Kontrollstrukturen sind gut etabliert. Mit umsichtigem Verhalten steht einem entspannten und inspirierenden Aufenthalt nichts im Weg.
Die beste Reisezeit für Ruanda liegt in den beiden Trockenzeiten von Juni bis September und von Dezember bis Februar. In diesen Monaten sind die Wege trockener und ideal für Tierbeobachtungen sowie Trekking im Bergregenwald, etwa im Volcanoes‑Nationalpark. Die Temperaturen bleiben angenehm mild, und Regen fällt deutlich seltener, was Outdoor‑Aktivitäten spürbar erleichtert.
Titelbild: David Heidler