Die Chem-Chem-Conservancy wurde 2008 von Fabia Bausch und Nicolas Negre gegründet und umfasst den sogenannten Kwakuchinja-Korridor, durch den eine der alten Tierwanderrouten Tansanias verläuft und die Ökosysteme des Tarangire-Nationalparks und Lake Manyaras verbindet. Allerdings war dieses Gebiet durch jahrelange, illegale Abholzung und Wilderei nahezu ausgestorben. Die Gründer von Chem Chem hatten es sich zum Ziel gesetzt die gebeutelte Natur der Region zu schützen und die frühere Verbindung zwischen den Nationalparks wieder herzustellen. Mit Erfolg! Nach beinahe 40 Jahren kehrten die ersten Elefanten an die Ufer des Manyarasees zurück und heute streifen wieder ungestört Wildtiere durch den Korridor.

Mehr als nur Naturschutz

Neben dem Naturschutz engagiert sich die Chem Chem Association ebenfalls in den lokalen Gemeinschaften, um so ein gesundes Gleichgewicht zwischen dem Naturschutz und den Menschen zu schaffen. Zusammen mit weiteren Organisationen fördern sie Bildungsmöglichkeiten vor Ort, renovieren Schulen und haben sogar einen Bus gekauft, um den langen Schulweg der Kinder zu erleichtern. Selbstverständlich wird auch in den umgebenden Gemeinden die Bedeutung des Naturschutzes hervorgehoben. So können Schüler an Safariausflügen durch die Konzession teilnehmen und mehr über Flora und Fauna erfahren.

Unternehmungsmöglichkeiten

In den frühen Morgenstunden können Gäste mit einem Ranger auf Safari starten und die Herden an Elefanten, Zebras und Antilopen bestaunen, während die Sonne über den Horizont steigt. Unter den uralten Affenbrotbäumen kann ein rustikales Buschfrühstück genossen werden, ehe auf einer Fußpirsch nach den brühmten, baumkletternden Löwen Ausschau gehalten wird. Selbstverständlichen bieten sich auch Tagesausflüge in die beiden angrenzenden Nationalparks an, wo am Ufer des Manyarasees ein kalter Sundowner getrunken werden kann. Neben den zahlreichen Wildtierbeobachtungen haben Gäste jedoch auch die Möglichkeit die Menschen vor Ort und ihre Lebensweisen kennzulernen und mit ihnen gemeinsam Feste zu feiern.

Informationen zur Chem-Chem-Conservancy

Mehr Informationen zur Chem Chem Konzession

Die Geschichte der Chem-Chem-Conservancy

Die Chem-Chem-Burunge-Wildlife-Management-Area ist eine private Konzession zwischen dem Tarangire-Nationalpark und Lake Manyara. Sie wurde 2008 von Fabia Bausch und Nicolas Negre gegründet und umfasst den sogenannten Kwakuchinja-Korridor. Dieser stellt eine der alten Wanderrouten der Wildtiere Tansanias dar und verbindet die Ökosysteme des Manyarasees und Tarangire-Nationalparks. Allerdings war dieses Gebiet durch jahrelange, illegale Abholzung und Wilderei nahezu ausgestorben und 2009 als stark gefährdetes Ökosystem eingestuft.

Die Gründer von Chem Chem hatten es sich zum Ziel gesetzt die gebeutelte Natur der Region wieder herzustellen und erneut einen sicheren Wanderkorridor zwischen dem Tarangire-Nationalpark und Manyarasee zu schaffen. Die harte Arbeit von zehn Jahren wurde schließlich mit der Rückkehr der ersten Elefanten an die Ufer des Lake Manyara belohnt. Nach beinahe 40 Jahren zogen die Dickhäuter wieder durch den Korridor, um in dem herrlich kühlen Nass des Sees zu baden.

Heute umfasst die Konzession 20.000 Hektar, auf denen sich auch eine Safari-Lodge und zwei Camps befinden. Da jedoch keine der Unterkünfte mehr als 18 Gäste gleichzeitig empfängt, bietet sich ein höchst privates und intimes Safari-Erlebnis inmitten der vielseitigen Natur Tansanias.

Alle Gewinne aus dem Tourismus fliesen in den Erhalt des Landes und Schutz seiner Wildtiere. In Zusammenarbeit mit Tanzania National Parks (TANAPA), der Tanzania Wildlife Management Authority (TAWA) und Polizisten, wird der Korridor von 36 Rangern zu Fuß oder in Fahrzeugen patrouilliert, um Wilderei zu verhindern.

Die Chem-Chem-Association

Die Chem-Chem-Association unterstützt darüber hinaus lokale Gemeinschaften, um ein gesundes Gleichgewicht zwischen dem Naturschutz und den Menschen vor Ort zu schaffen. In 10 Dörfern engagieren sie sich in Bildungsmöglichkeiten, wie Leseunterricht für Frauen, Englischkurse für Kinder und Frauen, Renovierungen von Schulgebäuden und Spenden von Unterrichtsmaterialien. Es wurde sogar ein Schulbus gekauft, um den täglichen Weg von acht Kilometern für die Kinder zu erleichtern. Auch in den regionalen Gemeinschaften wird zunehmend der Naturschutz hervorgehoben. So können Schüler an einem Safariausflug teilnehmen und lernen mehr über die Flora und Fauna, die sie allgegenwärtig umgibt.

2013 wurde ein Fußballteam gegründet, um junge Männer während der Dürre davon abzuhalten, das Weidevieh in den Korridor zutreiben. Inzwischen findet jedes Jahr der Chem Chem League Cup statt, zudem zahlreiche Zuschauer kommen und ihre Teams anfeuern. Bei diesem Event bietet sich selbstverständlich die Chance von Talentscouts entdeckt zu werden und eine professionelle Karriere, wie Rajabu Athumani, zu starten sowie für Frauen Geld durch den Verkauf von Speisen und Getränken zu verdienen. In Zusammenarbeit mit dem Hand-in-Hand-International-Partnership-Project werden Frauen dazu ermutigt ein eigenes Einkommen für sich und ihre Familien zu generieren und es wird das notwendige Wissen vermittelt, um ein eigenes, nachhaltiges Unternehmen zu führen.

Aktivitäten

In den frühen Morgenstunden können Gäste bei einer Wanderung die Landschaft erkunden und von einem der Hügel die Weite des Landes bestaunen. Für alle die hoch hinauswollen, ist eine Ballonfahrt über die Wipfel der Affenbrotbäume ein absolutes Highlight. Bestaunen Sie aus der Luft die Herden an Elefanten, Zebras und Antilopen und genießen Sie einen spektakulären Sonnenaufgang über der Ebene, bevor Sie zurück am Boden ein rustikales Frühstück mitten in der Wildnis genießen.

Sportler, die auch im Urlaub nicht auf einen morgendlichen Lauf verzichten möchten, können versuchen mit den Massai-Kriegern Schritt zuhalten und die Männer bei einem Fitness-Lauf über die weite Ebene begleiten. Natürlich können Sie ihnen auf einer Fußpirsch auch deutlich langsamer folgen und den berühmten, baumkletternden Löwen begegnen oder vom Ufer des Lake Manyaras tausende, rosafarbener Flamingos beobachten.

Da sich die Chem-Chem-Konzession genau zwischen zwei weiteren Naturschutzgebieten befindet, ist sie natürlich auch ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungsfahrten zum Manyarasee und Tarangire-Nationalpark. Am Abend können Sie dann einen Sundowner in einer der Unterkünfte von Chem Chem genießen oder noch einmal bei Mondschein auf Pirschfahrt gehen, um auch den nachtaktiven Bewohnern der Region zu begegnen.

Neben zahlreichen Wildtierbeobachten haben Gäste ebenfalls die Möglichkeit die reichen Kulturen der Menschen vor Ort kennenzulernen und ihrem hektischen Alltag zu entkommen. So können Sie den Massai-Häuptling Choroko und seine Frauen kennenlernen oder die Lebensweise der Barabaig kennenlernen. Sollte Ihr Aufenthalt passend fallen, so haben Sie auch die Möglichkeit einer Massai-Feier beizuwohnen, sei es eine Hochzeit, die Geburt einer Kindes oder eines der zahlrechen Rituale.

Auch Kinder sind in den Unterkünften der Chem-Chem-Konzession herzlich willkommen. Die kleinen Gäste können von den Massai verschiedenste Buschfertigkeiten erlernen, in den Camps gemeinsam kochen und natürlich wilden Tieren begegnen.

Bildnachweis

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