
Kultur und Natur am Golf von Guinea
16-tägige Kultur- & Naturreise nach Togo, Benin & Ghana
- Privatreise
15-tägige Kultur- und Naturreise in Hotels der Mittelklasse
Von den interessanten Dörfern der Taneka und Tamberma über das Königreich der Ashanti führt unsere Reise an die Goldküste zu den Spuren der kolonialen Vergangenheit Westafrikas. Erleben Sie die kulturelle Vielfalt Westafrikas, das noch immer von uralten Geistwesen regiert wird und lassen Sie sich in die Traditionen des spektakulären Millet Festivals der Krobo mitnehmen.

„Miawoe zɔ“ – Willkommen in Togo. Sie werden von uns am Flughafen begrüßt und zu Ihrer Unterkunft in Lomé gefahren. Den Rest des Tages können Sie sich von der Anreise erholen und auf Ihre bevorstehende Reise vorbereiten.
Übernachtung: Hotel Sarakawa (-/-/-)

Wir besichtigen die geschichtsträchtige Stadt Lomé mit ihren alten Kolonialbauten und den pulsierenden Handelszentren. Sie war als einzige Stadt unter deutscher, britischer und französischer Kolonialherrschaft. Die Lage Lomés direkt an der Landesgrenze macht die Stadt zu einem Kreuzungspunkt für Menschen, Kulturen und Handel. Unsere Tour führt uns über den zentralen Markt zu den berühmten ‘Nana Benz’, die den lokalen Tuchhandel kontrollieren. Auf dem Fetischmarkt begegnet uns ein vielseitiges Sortiment an Liebestränken und magischen Zubereitungen. Später treten wir ein in die Welt des Voodoo, eine in Westafrika weit verbreitete synkretistische Religion. Wir treffen einen traditionellen Heiler, der seine Patienten mit einer Mischung aus Voodoo -Ritualen und Kräutern heilt und dessen Behandlungen fast alle körperlichen und geistigen Krankheiten kurieren können.
Übernachtung: Hôtel Le Lac Paradis (F/M/A)

Heute verlassen wir Lomé und reisen weiter nach Ouidah, einer Stadt die von afro-brasilianischer Architektur geprägt ist. Wir besuchen dort den Python-Tempel und das Museum des portugiesischen Forts, wo wir den furchtbaren Auswüchsen des transatlantischen Sklavenhandels gedenken. Zum Ende des Stadtrundgangs begehen wir die ehemalige ‘Sklavenstraße’ bis zum ‘Tor ohne Rückkehr’, von wo die Sklaven das afrikanische Festland endgültig verließen und nach Amerika in die neue Welt gebracht wurden.
Übernachtung: Hotel Casa del Papa (F/M/A)

Nach dem Frühstück geht unsere Reise weiter zu unserem nächsten Stopp in Benin. Per Motorboot überqueren wir den Nokwesee und erreichen mit Ganvié das größte Stelzendorf Afrikas. Die rund 25.000 Einwohner, die der Tofinou-Ethnie angehören, gehen hier überwiegend der Fischerei nach. In kleinen Kanus manövrieren sich die Menschen durch das Dorf, um Waren auszuliefern oder die Kinder zur Schule zu bringen. Nach unserem interessanten Besuch in Ganvié erreichen wir nun die Stadt Abomey, wo wir im Königspalast historische Throne, Kultaltäre, Statuen, Kostüme und Waffen des Dahomey-Königreiches bestaunen. Das Königreich, welches auf dem Sklavenhandel basierte, bestand ca. 260 Jahre lang an der Küste Benins, ehe es 1894 von französischen Truppen erobert wurde. Die königliche Armee hatte auch eine weibliche Einheit, die vor allem für ihre Kühnheit und aggressiven Kampfgeist gefürchtet war. In der Mitte des Hofes steht ein Tempel, der aus Ton und Goldstaub errichtet wurde und Zeugnis der blutrünstigen Vergangenheit des Königreiches ist.
Übernachtung: Hotel Sun City (F/M/A)

Nach einem frühen Aufbruch erreichen wir eine Siedlung, in der Yoruba- und Fon-Gemeinschaften harmonisch zusammenleben. Hier erleben wir die faszinierenden Gèlèdé‑Maskentänze der Yoruba, die Mutter Erde gewidmet sind. In farbenprächtigen Masken und mit ausdrucksstarken Bewegungen erzählen die Tänzer symbolische Geschichten über das Leben, Moral und Fruchtbarkeit – humorvoll, lehrreich und tief in den sozialen Strukturen der Gemeinschaft verankert. Unsere Weiterfahrt führt durch eine reizvolle Landschaft mit sanften Ebenen und felsigen Hügeln zu einem Fulani‑Lager. Die Fulani (Peul) sind überwiegend nomadische Viehhirten. Während die Männer mit ihren Herden umherziehen, kümmern sich die Frauen um das Lagerleben und die Verarbeitung von Milchprodukten. Bekannt sind die Fulani für ihre feinen Gesichtstätowierungen, ihre Anmut und ihre ruhige, würdevolle Lebensweise, die seit Jahrhunderten von Bewegung, Weite und engem Austausch mit der Natur geprägt ist. Am späten Nachmittag nehmen wir an einer beeindruckenden Egun‑Maskenzeremonie teil. Die kraftvoll tanzenden Masken verkörpern die Ahnen und ziehen in einer intensiven Prozession durch das Dorf. Dieses spirituelle Ritual vermittelt tiefen Respekt, Ehrfurcht und einen authentischen Einblick in die religiösen Traditionen und Weltanschauungen der Region.
Übernachtung: Hotel Jeco (F/M/A)
Heute fahren wir in den Norden, wo uns ein besonderes kulturelles Erlebnis erwartet: die Audienz bei einem traditionellen König. Seine Majestät Atchiba II. empfängt uns in einem großen, runden Versammlungshaus – dem Ratssaal der Ältesten. Auf dem Thron sitzend, umgeben von seinen Würdenträgern in traditioneller Kleidung, regiert Seine Majestät das Volk der Anii, das in der Grenzregion zwischen Zentralbenin und Togo lebt.Nach der traditionellen Begrüßungszeremonie haben wir die seltene Gelegenheit, dem König und den Ältesten Fragen zu stellen – über die heutigen Regeln und Strukturen des Königreichs, die Ursprünge der Anii sowie ihre lange Geschichte und kulturelle Entwicklung. Weiter geht es über Pisten und Straßen durch eine hügelige Landschaft bis zur togolesischen Grenze bei Soudou. Von dort fahren wir nach Kara, der „Hauptstadt“ des nördlichen Togo, wo wir die kommenden zwei Nächte verbringen.
Übernachtung: Hotel Kara

Eine Piste führt uns in die abgelegenen Täler der Tamberma, die sich seit Jahrhunderten in der Atakora‑Bergregion vor äußeren Bedrohungen zurückgezogen haben. Ihre schwer zugängliche Umgebung und die beeindruckenden, festungsartigen Lehmbauten boten Schutz vor Sklavenhändlern aus den nördlichen Savannen. Anthropologen sehen in den Tamberma enge kulturelle Parallelen zu den Dogon in Mali, insbesondere ihre tiefe Verbundenheit mit animistischen Traditionen. Vor den Häusern wachen große, phallusförmige Schutzheiligtümer, die den spirituellen Charakter der Gemeinschaft widerspiegeln. Die mehrstöckigen Lehmbauten – oft mit kleinen Burgen verglichen – gehören zu den schönsten Beispielen traditioneller afrikanischer Architektur und inspirierten sogar den Architekten Le Corbusier. Schicht für Schicht werden sie von Hand aus Lehm geformt, ein Bauprozess, der Stärke, Sorgfalt und künstlerische Schönheit vereint. Mit Zustimmung der Bewohner betreten wir einige dieser einzigartigen Häuser, um mehr über das Leben der Tamberma zu erfahren. In der Grenzregion tragen die Menschen unterschiedliche Namen wie Tamberma, Betammaribe oder Somba, doch ihre Architektur bleibt gleich. Die Tamberma Togos stehen seit 1998 mit ihren heiligen Baobabs, Schreinen und unveränderten Landschaften unter UNESCO‑Welterbeschutz.
Übernachtung: Hotel Kara (F/M/A)

Nach dem Frühstück fahren wir weiter durch die Berge zu den Kabye. Ihre traditionellen „Soukala“ bestehen aus mehreren miteinander verbundenen Lehmhütten und beherbergen jeweils eine Großfamilie. In den Bergdörfern formen die Frauen Keramik nach uralten Methoden ohne Töpferscheibe, während die Männer Eisen mit schweren Steinen bearbeiten – wie zu den Anfängen der Eisenzeit. Im Anschluss geht es weiter nach Sokodé, dem Zentrum der Kotokoli und Tem. Am Abend erleben wir in einem Tem‑Dorf den berühmten Feuertanz. Rund um ein großes Feuer bewegen sich die Tänzer im Rhythmus der Trommeln, bevor sie mutig in die Glut springen, brennende Kohlen aufnehmen oder über ihren Körper streichen – ohne sichtbare Verletzungen oder Schmerzen zu zeigen. Ob Mut, Trance oder spiritueller Schutz dahintersteckt, bleibt ein faszinierendes Geheimnis dieses Rituals.
Übernachtung: Hotel Nouvel Central (F/M/A)

Die Kotokoli, ein Volk aus dem Norden, setzten einst berittene Einheiten ein, um ihre Macht zu festigen. Bis heute pflegen sie diese Tradition und präsentieren die spektakuläre „Fantasia“, die sie vor Jahrhunderten von nordafrikanischen Arabern übernahmen. In einer beinahe mittelalterlich anmutenden Szenerie zeigen die Reiter beeindruckende Beherrschung ihrer kunstvoll geschmückten Pferde, lassen sie zu Trommelrhythmen tanzen und preschen in wilder Geschwindigkeit davon – ein visuelles Fest voller Energie und Eleganz. Südwärts fahrend legen wir einen Halt in Atakpamé ein, einer typischen Kleinstadt auf mehreren Hügeln, wo Produkte aus den umliegenden Waldgebieten gehandelt werden. Hier fertigen geschickte Weber große, farbenprächtige Kente‑Stoffe auf traditionellen, schmalen Webstühlen. Unser Tagesziel ist die Region um Kpalimé, eine Stadt mit kolonialer Vergangenheit und heute ein bedeutendes Zentrum des Kakao‑ und Kaffeehandels. Bei einem Spaziergang durch die grünen Hügel rund um die Stadt besuchen wir Dörfer und kleine Farmen. Unter Anleitung eines lokalen Experten lernen wir die wichtigsten Pflanzen kennen, die in der traditionellen Heilkunst Westafrikas verwendet werden.
Übernachtung: Jess Hotel Kpalimé (F/M/A)

Heute passieren wir die Grenze zu unserem dritten Gastland – Ghana. Die Krobo in Ghana sind bekannt für ihre Glasperlen, die sie bei Zeremonien und auch aus ästhetischen Gründen tragen. Bei einer traditionellen Handwerksgemeinschaft vollziehen wir den Herstellungsprozess nach und staunen über die einzigartigen Schmuckstücke. Aus Altglas gewonnenes Pulver wird akribisch weiterverarbeitet, in handgemachte Tonformen gefüllt, dekoriert und schließlich in Form wunderschöner, bunter und vielfältig gemusterter Perlen aufgereiht.
Übernachtung: Afrikiko River Front Resort (F/M/A)

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des spektakulären Millet-Festivals (Hirsefest). Die sieben Tage andauernden, farbenfrohen Feierlichkeiten stehen im Zeichen der Liebe, Einheit und Solidarität der Gemeinschaft sowie der Dankbarkeit der Menschen an ihren Gott für die empfangenen Segnungen. Von einem Priesterfest entwickelte sich das Millet-Fest in der Vergangenheit zu einer kommunalen Feierlichkeit, bei der die Jüngeren die Gelegenheit bekommen mehr über ihre Kultur zu lernen, neue Freunde und vielleicht auch zukünftige Ehepartner zu finden.
Übernachtung: Afrikiko River Front Resort (F/M/A)

Kumasi ist die historische und spirituelle Hauptstadt des alten Ashanti-Reichs. Die Ashanti waren einst eine der mächtigsten Nationen Afrikas, bis die Briten die Goldküste zu ihrer Kolonie machten. Auf einem der größten Märkte Afrikas haben wir die Möglichkeit verschiedene Ashanti-Kunstwerke zu ersteigern. Das Programm beinhaltet ebenfalls einen Besuch im Ashanti-Kulturzentrum, mit einer reichen Sammlung an Artefakten in einem nachgebildeten Ashanti-Haus. Im Laufe des Tages wohnen wir einer traditionellen Ashanti-Beerdigung bei, die den Charakter einer bunten und fröhlichen Feier besitzt und auf der jeder herzlich Willkommen ist. Es wird getrommelt und getanzt und mit Hilfe der Zeremonie der Verstorbene ins Ahnenreich geleitet.
Übernachtung: Miklin Hotel (F/M/A)

Am Morgen setzen wir unsere Erkundung von Kumasi fort. Im Ashanti Cultural Centre entdecken wir eine vielfältige Sammlung traditioneller Kunst- und Alltagsgegenstände, präsentiert in einer liebevoll gestalteten Nachbildung eines typischen Ashanti‑Hauses. Anschließend besuchen wir das Royal Palace Museum, in dem kostbare goldene Insignien und Schmuckstücke der königlichen Ashanti‑Höfe ausgestellt sind – einzigartige Zeugnisse einer der bedeutendsten Reiche Westafrikas. Am Nachmittag führen uns Besuche in ausgewählte Ashanti‑Dörfer näher an die lebendige Handwerkstradition der Region heran. Wir erleben, wie Adinkra‑Stoffe mit symbolreichen Mustern per Hand bedruckt werden, und sehen kunstvolle Holzschnitzereien, die tief in der kulturellen Identität des Volkes verwurzelt sind. Später am Tag fahren wir weiter südwärts nach Obuasi.

Wir fahren an die Küste zum Elmina Castle, dem ältesten europäischen Gebäude Afrikas. Das UNESCO-Weltkulturerbe war lange Zeit das portugiesische, später niederländische, Hauptquartier in Westafrika und Handelszentrum für Elfenbein, Gold und Sklaven. Der niederländische Friedhof aus dem Jahr 1806 ist ebenso sehenswert wie das angrenzende Fischerdorf mit seinen vielen, bunten Pirogen. In der Altstadt besichtigen wir die Posuban – alte Schreine der Asafo, an denen die Krieger ihre Opfer für erfolgreiche Schlachten niederlegten. Die schmalen Gassen der Altstadt mit ihrer lebhaften Atmosphäre, versetzen uns zurück in eine Zeit als Elmina noch eine belebte Kolonialstadt war.
Übernachtung: Anomabo Beach Resort (F/M/A)

Nach dem Frühstück fahren wir in Ghanas Hauptstadt Accra. An unserem letzten Tag erkunden wir heute die Altstadt von James Town und enden mit dem Besuch einer faszinierenden Werkstatt, die sich auf den Bau von fantasievollen Särgen spezialisiert hat, die weltweit gesammelt und ausgestellt werden. Am Abend bringen wir sie dann rechtzeitig zum Flughafen. Wir verabschieden uns von Ihnen und wünschen Ihnen ‘Bon Voyage’ – eine gute Reise.
Tageszimmer (F/M/-)
Ende der Reise
| Sprache | Preis | EZZ | Status | Anmerkung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 20.10. – 03.11. | Englisch | 3.985,– | 662,– | Verfügbar | noch 15 Plätze verfügbar | Reise anfragen |
Die Lokale Wertschöpfung ist jener Anteil des Reisepreises, der lokalen Partnern (Reiseleiter, Unterkünfte, etc.) und Communities direkt zu Gute kommt.
Hier werden Aufwendungen zusammengefasst die sowohl den Naturschutz als auch sozialen Einrichtungen und Projekte betreffen. Dazu zählen unter anderem die CO2-Kompensationen, Nationalpark- und Konzessionsgebühren sowie die direkte Unterstützung lokaler Vereine und Projekte im Zielgebiet.
Unter dem Punkt Akwaba Afrika ist der Rohertrag verzeichnet aus dem Löhne, Werbekosten, Büromiete und -bedarf, Steuern, Versicherungen, Weiterbildungen und weitere Dinge bezahlt werden, die in unseren hochwertigen Service und Beratung einfließen.
Sonstige Kosten enthalten alle Kosten im Zusammenhang mit Ihrer Reise, die sich nicht in die anderen Punkte einbringen lassen. Zum Beispiel Dienstleistungen von Anbietern aus Drittstaaten, Buchungsabwicklungskosten, Reiseunterlagen und Versand.
Wir sind verpflichtet darauf hinzuweisen, dass diese Reise im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet ist. Im Einzelfall sprechen Sie uns bitte an.

16-tägige Kultur- & Naturreise nach Togo, Benin & Ghana

15-tägige Kulturreise nach Ghana

13-tägige private Kultur- und Naturreise nach Ghana

15-tägige Kultur- und Naturreise in Hotels der Mittelklasse

14-tägige intensive Kultur- und Naturreise durch Ghana

15-tägige Kulturreise nach Togo, Benin, Ghana
Titelbild: Hannes Forst - Transafrica / Bild: Carlo Natali / Bild: Phil Kidd / Bild: Carlo Natali / Bild: Carlo Natali / Bild: Romario COFFI / Quelle / CC BY-SA 4.0 / Bild: Transafrica / Bild: Quelle / Jeff Attway / CC BY 2.0 / Bild: Hannes Forst / Bild: Kambai Akau / Quelle / CC BY-SA 4.0 / Bild: Carlo Natali / Bild: Transafrica / Bild: Transafrica / Bild: Transafrica