Madagaskar ist eines der faszinierendsten und vielseitigsten Reiseziele überhaupt und obwohl sich gerne jede Destination so bewirbt, wirklich einzigartig. Etwa 90 % aller auf Madagaskar lebenden Tier- und Pflanzenarten kommen auch nur auf der großen Insel im Indischen Ozean vor. Aber auch die Menschen unterscheiden sich stark vom Rest Afrikas. Das Malagasy, die Hauptsprache Madagaskars ist näher mit den Sprachen Südostasiens, als mit denen des afrikanischen Festlandes verwandt, denn die ersten Siedler kamen in der Tat über das Meer aus dem austronesischen Raum und haben sich erst später mit Menschen vom Festland und arabischen Händlern vermischt.

Landschaftlich unterscheiden sich die einzelnen Regionen Madagaskar extrem voneinander und jede Tierart scheint in etwa dutzend oder hundertfacher Ausführung zu existieren. Am bekanntesten sind die Lemuren, die man am besten im Ranomafana-Nationalpark oder im Isalo-Nationalpark beobachten kann. Im Westen der Insel befindet sich die berühmte Avenue des Baobabs an der sich die beeindruckenden Bäume in ihrer ganzen Schönheit präsentieren und tolle Fotoaufnahmen im Licht der untergehenden Sonne ermöglichen. Im Nationalpark Tsingy de Bemaraha findet man die bizarren Tsingys, Kalksteinnadeln die so eng aneinander stehen, dass Sie einen steinernen Wald bilden. Madagaskar ist völlig umschlossen mit dem türkisfarbenen Wasser des Indischen Ozeans.

Einen der schönsten Strände findet man aber auf Nosy Bé. Von hier kann man auch wunderbare Tauchexpeditionen machen und nach Walen Ausschau halten, während es entlang der Ostküste einige exzellente Kite- und Surfspots zu entdecken gibt. Aber Madagaskar besteht nicht nur aus tollen Stränden und faszinierenden Naturparadiesen. Es sind vor allem die Menschen, die Reisende von der „roten Insel“ schwärmen lassen. Die Einwohner Madagaskar gelten als sehr freundlich und ehrlich und verfügen über eine faszinierende Kultur mit vielen interessanten Bräuchen.

Ein weiteres Highlight Madagaskars sind die Duft- und Gewürzplantagen. So werden hier neben Zimt und Nelken auch Ylang-Ylang, Pfeffer und Vanille angebaut. Um die ganze Vielfalt Madagaskar zu ergründen, reicht ein normaler Urlaub nicht aus – aber so hat jeder Besucher die Möglichkeit, seine eigenen Highlights zu finden oder auch immer wieder zu kommen.

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Alle Reisen mit dem Reiseziel Madagaskar

5 Reisen

Meine Frau, ich und unsere beiden erwachsenen Töchter waren im August / September 2024 knapp vier Wochen als Selbstfahrer auf einer Rundtour in Tansania. Gewohnt und übernachtet hatten wir in Lodges, Camps und Hotels. Die gesamte Logistik, also Flüge, Mietwagen mit Einweisung, Übernachtungen, Safaris, Fahrer im Ngorongoro-Krater und der Serengeti, Verpflegung, Vouchers hat problemlos geklappt. Landschaftlich hat uns angenehm überrascht, dass Tansania oft sehr grün und bewachsen ist. Dass das Land wirklich dicht besiedelt ist, macht die Fahrt auf den längeren Verbindungsetappen sehr abwechslungsreich, man kommt immer wieder durch kleine Orte, wo richtig was los ist am Straßenrand und auf der Straße. Betreffs der Übernachtungen, da war das Burunge Tented Camp außerordentlich gut. Das Camp ist neu und ist um einen riesigen Baobab herumgebaut, hat einen tollen Pool, und wir wohnten nicht „Tented“ sondern in einer großen Villa. Toller Service! Aber auch die meisten der anderen Camps und Lodges wie African View, Pempeni Rhotia, Matawi Serengeti Camp, Vuma Hills oder das Kijongo Bay Resort, um nur einige zu nennen, haben wir genossen. Insgesamt einer der Urlaube, den wir in schöner Erinnerung behalten werden.   Mehr lesen »

Gudrun, Veronica, Patricia & Stefan
Tansania / 2024

Was für eine tolle Reise!   Mehr lesen »

Birgit & Andreas
Birgit & Andreas
Uganda / 2026

Bereits vor einigen Jahren wurden wir auf einer Touristikmesse auf Akwaba Afrika und auf die Reise „Kenias große Seen“ aufmerksam. Uns faszinierte vor allen Dingen die Reiseroute durch den kenianischen Teil des Afrikanischen Grabenbruchs, abseits der klassischen Safari-Höhepunkte des Landes. Wir haben uns sowohl vor der Reise als auch in Kenia gut beraten und betreut gefühlt. Die vielfältigen Eindrücke machen Lust auf „mehr“ und so wird das sicher nicht die letzte Reise mit Akwaba Afrika gewesen sein.   Mehr lesen »

Katrin & Kay
Kenia / 2021

Es war eine wunderschöne Reise, die ich jedes Mal wieder mit Ihnen machen würde! Es war Top organisiert und die ein oder andere Überraschung hatten die Lodges parat anlässlich unserer Hochzeitsreise, die wir nie vergessen werden! Wenn wieder Afrika würde ich wieder bei Akwaba buchen! Vielen Dank für die schöne Zeit wenn sie auch leider viel zu schnell vorbei war!   Mehr lesen »

Jessica & Dominik
Jessica & Dominik

Eine Woche Senegal hat mir einen großartigen Einblick in die Kultur dieses westafrikanischen Landes geboten. Absolutes Highlight war der Tanz- und Trommelworkshop in Saly, wo individuell auf mein Niveau eingegangen wurde und traditionelle westafrikanische Rhytmen und Tänze didaktisch großartig vermittelt wurden. Außerdem war Unterbringung in Lompoul und Palmarin traumhaft. Alle organisierten Ausflüge vom Dromedarritt und der Geländewagenfahrt in der Wüste, über die Fährfahrt zur Ile de Gorée in Dakar, der Bootstour in der Lagune im Delta Saloum sowie der Fahrt auf dem Pferdekarren über Wiesen und Felder, bis hin zu den Ausflügen auf den Markt in Saly und dem christlich-muslimischen Friedhof in Joal Fadiouth waren allesamt sehr interessant, aufregend und mit vielen schönen Eindrücken verbunden. Akwaba ist sehr individuell auf meine Wünsche eingegangen und hat mir ein wunderbares Abenteuer ermöglicht.   Mehr lesen »

Antje
Antje
Senegal / 2019

Die Reise war von Euch fantastisch organisiert und alles hat sich ohne Probleme so gefügt, wie wir es uns vorgestellt haben. Vielen, vielen Dank an dieser Stelle von allen Teilnehmern an Euch und die tolle Organisation! Euer kompetenter Partner vor Ort hat uns in allen Lagen perfekt betreut. Ein ganz besonderer Dank gilt unserem Fahrer und Guide Mtoo, der sich allen Wünschen und Eigenheiten unserer Gruppe anzupassen wusste und sich zu einem wahren Freund und Helfer in allen Lagen entwickelt hat. Ich hoffe auch wir bleiben allen Beteiligten in guter Erinnerung und wünschen Dir, Deinem Team und Deinen Partnern weiterhin alles Gute und viel Erfolg! Unsere Empfehlung habt Ihr… :-)   Mehr lesen »

Toloha Partnership Deutschland e.V.
Tansania / 2018

Wir waren insgesamt von der Reise sehr positiv überrascht. Es ist durchaus machbar, Afrika auch als Selbstfahrer zu erkunden. Man kann sich an den Guides vor Ort orientieren bzw. ihnen anschließen. Man wird als Selbstfahrer freundlich aufgenommen. Highlights waren der Ngorongoro-Krater, die Serengeti und der Tarangire-Park mit etlichen Sichtungen, der Besuch der Hadzas, der Besuch der schönen Rundugai-Quellen, die Fahrt auf das Shira-Plateau mit anschließender Wanderung sowie der Bootsausflug mit Sandbank Picknick auf Sansibar. Wir haben uns rundum wohlgefühlt.   Mehr lesen »

Elisabeth & Otto
Tansania / 2023

Diese Reise war sicher bisher die Reise meines Lebens. Die Tiere waren nicht immer so nahe, aber so ist nun mal die Natur. Die Vielzahl der Tiere war aber enorm. Diese Reise auch zum Teil mit dem Zelt zu machen, war die beste Entscheidung, die man treffen kann. Nur so kann man Afrika wirklich erleben. Unterschätzen darf man jedoch nicht, wie kalt es sein kann in der Nacht :) Wilde Tiere rund um einen herum und mitunter auch direkt neben dem Zelt. Wer Abenteuer sucht, kann es hier finden. Ich zähle schon die Tage bis zu meinem nächsten Afrika-Urlaub.   Mehr lesen »

Karin
Sambia & Botswana / 2018

Ich möchte mich bei Ihnen und dem gesamten Akwaba Team sehr für die Reiseorganisation bedanken. Die Reise erlebnisreich, bereichernd und großartig und Sie haben alle einen Super Job gemacht!   Mehr lesen »

Margret & Lutz
Tansania / 2019

Zwei echte „once-in-a-lifetime-moments“: Der Magaritha’s Peak und die Gorillas. Wer Uganda fernab der Touri-Routen erleben will, ist hier genau richtig. Eine hervorragende Organisation und kompetentes Fachpersonal vor Ort haben mir eine absolute Traumreise beschert. Auf individuelle Sonderwünsche wurde stets reagiert und so war es auch möglich nicht nur die typischen Hot-Spots anzufahren. Das Rwenzori-Gebirge ist meiner Ansicht nach das wohl mit schönste und mystischste Gebirge, das es gibt und wer keine echte Abneigung gegen Berge hegt, MUSS sich das ansehen! Das Land ist wunderschön und unbedingt eine Reise wert…und war sicher auch nicht meine letzte dorthin!   Mehr lesen »

Stephanie
Stephanie
Uganda / 2021

Interessante Orte in Madagaskar

  • Akanin’ny Nofy: Das „Nest der Träume“ am Pangalanes-Kanal

    Akanin'ny Nofy

    Akanin’ny Nofy: Das „Nest der Träume“ am Pangalanes-Kanal – Regenwald, Lemuren & Seeidylle machen es zu einem magischen Rückzugsort.
  • Blick auf Antananarivo

    Antananarivo

    Antananarivo – quirlige Hauptstadt Madagaskars: enge Gassen, Paläste, Streetfood und ein Mix aus Tradition und Moderne.
  • Belebte Straße in Antsirabe

    Antsirabe

    Antsirabe - Madagaskars charmante Hochlandstadt mit Thermalquellen, Kolonialarchitektur & bunten Rikschas im kühlen Gebirgsklima.
  • Landschaft mit Hügeln

    Isalo-Nationalpark

    Isalo-Nationalpark: Faszinierende Felsformationen, Savannen & Palmenoasen – Madagaskars eindrucksvolle Kulisse für Natur und Abenteuer.

Wie wäre es mit einer Reise in ein Nachbarland?

  • Strand Mauritius

    Mauritius

    Mauritius, eine Insel im Indischen Ozean, ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen aus aller Welt. Die Insel zeichnet sich durch …

  • Segelboot bei Einfahrt in Naturhafen in Mosambik

    Mosambik

    Mosambik gilt als Reiseland für viele als unbekanntes Terrain und kann noch immer getrost als Geheimtipp angesehen werden, obwohl …

  • Luftaufnahme-Strand-Mahe-Seychellen

    Seychellen

    Die Seychellen sind ein wahrhaft traumhaftes Reiseziel, das mit seiner natürlichen Schönheit, den atemberaubenden Stränden und …

Unterkünfte auf Madagaskar

12 Unterkünfte
  • Hotel Palmarium

    Hotel Palmarium

    Das idyllische Hotel Palmarium am Ufer des paradiesischen Lac Ampitabe in Ankanin’ny Nofy überzeugt durch seine Lage an …

    Komfort
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  • Relais de Mantadia in Andasibe mit Blick auf Pool

    Relais de Mantadia

    Eingebettet in die atemberaubende Natur Madagaskars bietet das Relais de Mantadia eine luxuriöse Unterkunft in …

    Komfort
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  • Hotel Grégoire

    Hotel Grégoire

    Das Hotel Grégoire ist eine gemütliche 3-Sterne-Unterkunft die fußläufig nur knapp 15 Minuten vom Stadtzentrum der …

    Komfort
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  • Palmarium Hotel eingebettet in ein 50 Hektar großes privates Naturreservat am Ufer des Ampitabe-Sees und des Indischen Ozeans

    Palmarium Lodge

    Das Palmarium Hotel, idyllisch an der Ostküste Madagaskars im Gebiet Ankanin’ny Nofy gelegen, bietet seinen Gästen …

  • Chamber du Voyageurs Antsirabe Garten

    Les Chambres du Voyageur

    Les Chambres du Voyageur ist ein umweltfreundliches Eco-Lodge in Antsirabe, Madagaskar, das Gästen eine ruhige Oase …

    Komfort
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  • Satrana Lodge am Eingang des Isalo-Nationalparks Aussenansicht

    Satrana Lodge

    Die Satrana Lodge liegt im Herzen Madagaskars an der berühmten Nationalstraße 7 und direkt am Eingang des beeindruckenden …

    Komfort
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  • Mamirano Lodge Madagaskar Aussenansicht

    Mamirano Lodge

    Die Mamirano Lodge liegt an der Südwestküste Madagaskars, in dem malerischen Fischerdorf Ambatomilo, etwa 120 Kilometer …

    Komfort
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  • Cocktails am Pool genießen mit einem herrlichen Blick auf das Meer

    Manga Soa Lodge

    In Manga Soa wird auch viel Wert auf Nachhaltikeit gelegt. Über Solarenergie kann sich das Hotel fast vollständig autark …

    Komfort
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  • Hauptgebäude des Ambalakely

    Hotel Ambalakely

    Das Hôtel Ambalakely liegt idyllisch in der Nähe von Fianarantsoa und ist der perfekte Rückzugsort für alle, die die Ruhe …

    Komfort
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  • Sonnenuntergang am Privatstrand von Anjiamarango Beach Resort

    Anjiamarango Beach Resort

    Das Anjiamarango Beach Resort verfügt über 35 individuell eingerichtete Bungalows mit Seeblick und einem atemberaubenden …

    Komfort
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  • Doppelzimmer des Nosy Mangas

    Nosy Manga

    Das Nosy Manga Hotel in Antananarivo, Madagaskar, ist eine erstklassige Unterkunft für Reisende, die sowohl Komfort als …

    Komfort
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  • Aussicht vom Iharana Bush Camp

    Iharana Bush Camp

    Am Ufer eines Sees, unweit des Mahavavy Flusses finden Sie das Iharana Bush Camp. Die Cottages sind in Ihrer Bauweise an …

    Komfort
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Einreiseinformationen

Mehr Informationen

Was muss man über Madagaskar wissen?

Madagaskar ist der zweitgrößte Inselstaat der Erde und wird oft auch die „rote Insel“ genannt, da Sie eine besonders charakteristische Laterit- (durch Gesteinsverwitterung entstandene) Schicht aufweist.

Die Insel wird durch die 420 bis 1000 km breite Straße von Mosambik vom afrikanischen Festland getrennt und entwickelte sich daher fast vollkommen isoliert, was dazu führte, dass nicht nur die Sprachen und Kulturen des Landes sich stark vom Rest Afrikas unterscheiden, sondern vor allem die Tier- und Pflanzenwelt. Von den geschätzt etwa 200.000 auf Madagaskar lebenden Pflanzen- und Tierarten sind etwa Dreiviertel endemisch, kommen also nur auf der Insel vor. Die bekanntesten von ihnen sind ohne Zweifel die Lemuren. Einige der Arten, aber auch die madagassischen Sprachen, haben eine größere Verwandtschaft zum südpazifischen Raum als zum afrikanischen Festland. So kann Madagaskar getrost als ungewöhnlichstes Land Afrikas bezeichnet werden.

Dabei bietet die Insel eine unglaubliche Vielfalt. Von tropischen Regenwäldern über trockene Savannen bis zu Hochgebirgen und Palmenstränden findet man in Madagaskar jede denkbare Vegetations- und Klimazone. Aufgrund menschlichen Eingreifens veränderte sich die Gestalt der Insel dramatisch. So gab es bis vor einigen hundert Jahren noch eine üppige Megafauna, wie z.B. den riesigen Elefanten-Vogel der eine Höhe von bis zu 3 m erreichen konnte. Umweltschutz ist heute ein erklärtes Ziel der Regierung, aber die Umsetzung bleibt weiterhin problematisch.

Wo liegt Madagaskar?

Mit einer Größe von 587.295 km² ist Madagaskar ein wenig kleiner als Frankreich und die viertgrößte Insel der Welt. Mit einer Lage von 12 bis 25 ° südlicher Breite und 40 bis 50 ° östlicher Länge ist es eines der östlichsten Länder Afrikas. Nur Mauritius, die Seychellen und Somalia liegen weiter östlich. Die größte Stadt des Landes ist die im zentralen Hochland gelegene Hauptstadt Antananarivo, auch einfach nur „Tana“ genannt. Hier leben etwa 1,8 Millionen Menschen.

Madagaskar ist geologisch betrachtet eine sehr alte Insel. Das Zentrum der Insel bildet eine Hochebene von etwa 1100 m Höhe, die zum Ostteil der Insel schroff abfällt während der Steigungswinkel zum Westen hin wesentlich flacher ausfällt. Der höchste Berg Madagaskars ist Maromokotro mit 2876 m Höhe.

Madagaskar trennte sich vor etwa 150 Millionen Jahren von Afrika und erst vor 90 Millionen Jahren. So verwundert es nicht, dass einige Tier- und Pflanzenarten eine engere Verwandtschaft zum asiatischen als zum afrikanischen Raum aufweisen. Die Insel war einst fast komplett bewaldet, aber durch jahrhundertelanges menschliches Einwirken ist sie heute zu etwa 90 % mit sekundären Savannen bedeckt. Grund dafür ist eine intensive Weidewirtschaft und illegales Roden. Lediglich im östlichen Küstenbereich gibt es noch größere Regenwaldflächen. Wiederaufforstungsmaßnahmen haben bisher nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Je weiter man von Osten nach Westen kommt wird die Vegetation immer spärlicher, da auch das Klima wesentlich trockener wird. Wasser ist im allgemeinen ein kostbares Gut auf der Insel, obwohl es mehrere große Seen und über 50 größere Flüsse gibt. Mit dem 645 km langen „Canal des Pangalanes“ verfügt Madagaskar über die längst künstliche Wasserstraße der Welt.

Wie ist das Klima in Madagaskar?

Jahreszeitliche Temperaturschwankungen sind in Madagaskar nur sehr schwach ausgeprägt. Wie in den meisten tropischen Ländern zeichnen sich auch in Madagaskar saisonale Unterschiede hauptsächlich durch Regen- und Trockenzeiten ab. Aber auch regional unterscheidet sich das Klima teilweise extrem. Dabei lässt sich das Klima Madagaskars in drei Zonen aufteilen: Das zentrale Hochland, die Ostküste und der Südwesten.

So ist Südwesten ganzjährig sehr trocken und heiß, mit Temperaturen zwischen 28 °C und 33 °C. Lediglich von Dezember bis Februar kann es etwas häufiger regnen, aber von einer Regenzeit ist hier kaum zu sprechen. Das liegt vor allem daran, dass die vorherrschende Windrichtung von Ost nach West verläuft und sich so die meisten Wolken bereits an der Ostküste vor dem Hochplateau abregnen.

An der Ostküste ist das Klima daher entsprechend ganzjährig feucht, wobei die meisten Niederschläge zwischen März und August fallen. In dieser Zeit fallen die Temperaturen hier auf 20 – 25 °C. In der restlichen Jahreszeit bewegen diese sich zwischen angenehmen 24 °C bis 29 °C.

Das Hochland ist von stärkeren Schwankungen betroffen, wobei die Temperaturen ganzjährig wesentlich milder als in den Küstenregionen ausfallen. Von Oktober bis März liegen diese zwischen 15 °C und 25 °C während sich das Thermometer in den kalten Monaten von Juni bis Ende August zwischen 10 °C und 20 °C einpegelt. Nachts können sogar Temperaturen um den Gefrierpunkt erreicht werden. Die regenreichste Zeit ist hier, wie im Norden von November bis März. Sollten Sie also während einer Reise verschiedene Seiten den Insel erkunden wollen, sollten Sie Kleidung für unterschiedliches Wetter mitnehmen.

Wie ist die Politik in Madagaskar?

In Madagaskar leben etwa 34 Millionen Menschen. Damit zählt es in seiner Bevölkerungsdichte zum afrikanischen Durchschnitt und ist eines der dichtest besiedelten Länder Afrikas. Durch eine hohe Geburtenrate und eine sehr niedrige durchschnittliche Lebenserwartung ist die Bevölkerung Madagaskars mit durchschnittlich 19,1 Jahren vergleichsweise sehr jung. Zum Vergleich: Das Durchschnittsalter in Deutschland ist ca. 44,7 Jahre.

Die meisten Madagassen haben eine gemeinsame Identität entwickelt, wobei die auf der ganzen Insel gesprochene Hauptsprache, Malagasy, ein wichtige Rolle spielt. Dennoch unterscheiden sich die Madagassen in 18 verschiedenen Ethnien, den sogenannten „foko“. Diese haben zum Teil sehr unterschiedliche Institutionen und Bräuche entwickelt. Eine weitere Gruppe sind die Jäger und Sammler der Mikea. Diese stellen im Grunde genommen keine eigene Ethnie da und bestehen aus Mitgliedern verschiedener foko. Die Gruppenbeschreibung ist daher lediglich auf ihren spezifischen Lebensstil gerichtet. Die größte ethnische Gruppe sind die Merina. Sie stellen etwa ein Viertel der Bevölkerung Madagaskars. Aber auch viele Einwanderer leben auf der Insel. Dazu gehören vor allem Franzosen, Komoren, Inder und Chinesen.

Indigene Religionen spielen weiterhin eine große Rolle in Madagaskar. Über die Hälfte aller Madagassen bekennen sich zur Ahnenverehrung. Etwa 40 % der Menschen sind christlichen Glaubens und nur etwa 7 % bekennen sich zum Islam. Die aus dem indigenen Glauben entstandenen und „Fady“ genannten Regeln und Tabus, die es zu bestimmten Zeiten oder an bestimmten Orten einzuhalten gilt, werden von vielen Madagassen unabhängig ihrer Konfession beachtet.

Der Analphabetismus auf der Insel ist nach wie vor sehr hoch. Madagaskar gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. 2009 wurde der Präsident Ravalomanana gestürzt und es kam zu einer 4-jährigen von der Internationalen Gemeinschaft nicht anerkannten Übergangsregierung. In dieser Zeit litt Madagaskar erheblich, da auch Hilfsleistungen anderer Staaten ausblieben. Seit 2013 ist Hery Rajaonarimampianina Präsident des Landes. Die politische Lage ist trotz tiefer struktureller Probleme und großer Korruption weitgehend stabil.

Wie ist die Infrastruktur in Madagaskar?

Nur etwa 5.300 km bzw. 10 % von Madagaskars Straßennetz sind asphaltiert. Drehkreuz ist die zentral gelegene Hauptstadt Antananarivo. Von hier gehen in jeder Himmelsrichtung die wichtigsten Straßen bis zu den Küstenstädten. Da die Hauptstraßen nur teilweise ausgebaut und gerade in Regenzeiten schwer befahrbar sind, muss für Überlandfahrten in Madagaskar viel Zeit eingeplant werden und von Nachtfahrten sollte abgesehen werden. Für längere Distanzen bieten sich daher Inlandsflüge an. Air Madagaskar fliegt insgesamt 40 verschiedene Inlandsflughäfen an, Annulierungen von Flügen kommen aber leider häufig vor. Die Insel verfügt auch über ein ca. 1030 km langes Eisenbahnnetz, welches die wichtigsten Städte miteinander verbindet. Der Betsiboka ist der einzige schiffbare Fluss des Landes, andere Flüsse können nur mit dem Kanu befahren werden.

Das Stromnetz in Madagaskar ist außerhalb der großen Städte extrem schlecht ausgebaut. 2015 hatten nur etwa ein Viertel der Einwohner regelmäßigen Zugang zu Elektrizität. Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Hotels behelfen sich oft mit Notstromgeneratoren. Die Mobilfunkabdeckung hingegen ist vergleichsweise gut. Die Internetverbindung ist ortsabnhängig von sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit. Derzeit wird aber enorm in den Ausbau des Netzes investiert.

Wie sicher ist Madagaskar?

Madagaskar ist ein sehr sicheres Reiseland. Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle kommen vor allem in den großen Städten vor, wobei gerade an öffentlichen Taxi- und Busständen bzw. in der Nähe von Hotels erhöhte Aufmerksamkeit geboten ist. Wertsachen sollten nach Möglichkeit nicht auffällig mitgeführt oder offen im Auto liegen gelassen werden. Um die Sicherheitslage zu verbessern, finden in größeren Städten und touristischen Zentren vermehrt Polizeikontrollen statt. Sie sollten daher Ihren Reisepass immer mit sich führen. Viele Arten auf Madagaskar sind akut vom Aussterben bedroht und deren Einfuhr in die EU illegal. Sehen Sie daher ab Souvenirs zu erwerben, die unter die Artenschutzbestimmungen fallen. Fragen Sie zur Sicherheit Ihren Reiseleiter.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Madagaskar?

Madagaskar unterscheidet sich landschaftlich und biologisch so stark vom afrikanischen Festland, dass die Insel fast wie ein eigener Kontinent wirkt. Es begeistert mit einzigartigen Regenwäldern, beeindruckenden Natur- und Nationalparks, den spektakulären Tsingy‑Karstlandschaften und der berühmten Baobab‑Allee. Dazu kommen traumhafte Inseln und Strände wie Nosy Be und Île Sainte‑Marie sowie eine außergewöhnliche Tierwelt, von der rund 80 % endemisch sind.

Welche Sprachen werden in Madagaskar gesprochen?

In Madagaskar werden vor allem Malagasy (Madagassisch) als Nationalsprache und Französisch als weitere Amtssprache gesprochen.

Welche Tiere gibt es im Madagaskar?

Madagaskar beherbergt zahlreiche Lemurenarten, die ausschließlich hier vorkommen und zu den bekanntesten Tieren der Insel zählen. Außerdem leben hier viele Chamäleons, darunter einige der kleinsten der Welt mit nur rund drei Zentimetern Länge. Große Säugetiere fehlen nahezu vollständig – stattdessen gibt es kleinere endemische Arten wie die Fossa, diverse Reptilien und eine außergewöhnliche Vogelwelt.

Was für eine Kolonie war Madagaskar?

Madagaskar war ab 1882 ein französisches Protektorat, nachdem Frankreich begann, Einfluss über das Merina‑Königreich zu gewinnen. Zuvor existierten mehrere einheimische Königreiche, die versuchten, europäische Mächte – besonders England und Frankreich – diplomatisch gegeneinander auszuspielen, bis Großbritannien sein Interesse verlor und Frankreich die Kontrolle 1896 übernahm. Die Unabhängigkeit erreichte Madagaskar im Jahre 1960.

Welche Religionen gibt es in Madagaskar?

In Madagaskar sind vor allem das Christentum, der Islam und traditionelle Glaubensformen verbreitet. Etwa ein Teil der Bevölkerung ist christlich geprägt – sowohl katholisch als auch protestantisch –, während kleinere Gruppen dem Islam angehören. Viele Menschen verbinden diese Religionen zudem mit indigenen Traditionen und Ahnenverehrung, die bis heute eine zentrale kulturelle Rolle spielen.

Welche Impfungen benötige ich für eine Reise nach Madagaskar?

Die Gelbfieberimpfung ist für Madagaskar nur verpflichtend, wenn Sie aus einem Hochrisikoland einreisen oder dort einen Transit hatten. Da im ganzen Land Malaria vorkommt, wird eine Prophylaxe sowie konsequenter Mückenschutz empfohlen, die saisonale Pest wird teils erwähnt, betrifft Reisende jedoch äußerst selten.

Wie sind die Visa Bestimmungen für Madagaskar?

Für die Einreise nach Madagaskar benötigen deutsche Staatsbürger ein Visum, das entweder bei Ankunft am internationalen Flughafen oder vorab online als E‑Visum beantragt werden kann. Die Visa sind je nach Aufenthaltsdauer gestaffelt und in der Regel für 30, 60 oder 90 Tage gültig. Voraussetzung ist ein Reisepass mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit sowie der Nachweis eines Rück- oder Weiterreisetickets und ausreichender finanzieller Mittel.

Welche Reisezeit ist die beste für Madagaskar?

Die beste Reisezeit für Madagaskar liegt zwischen Mai und November, wenn Trockenzeit herrscht und das Wetter angenehm sowie gut für Rundreisen und Tierbeobachtungen geeignet ist. In den Monaten Januar bis März besteht ein erhöhtes Zyklon Risiko, weshalb diese Zeit weniger empfehlenswert ist.