Madagaskar ist eines der faszinierendsten und vielseitigsten Reiseziele überhaupt und obwohl sich gerne jede Destination so bewirbt, wirklich einzigartig. Etwa 90 % aller auf Madagaskar lebenden Tier- und Pflanzenarten kommen auch nur auf der großen Insel im Indischen Ozean vor. Aber auch die Menschen unterscheiden sich stark vom Rest Afrikas. Das Malagasy, die Hauptsprache Madagaskars ist näher mit den Sprachen Südostasiens, als mit denen des afrikanischen Festlandes verwandt, denn die ersten Siedler kamen in der Tat über das Meer aus dem austronesischen Raum und haben sich erst später mit Menschen vom Festland und arabischen Händlern vermischt.

Landschaftlich unterscheiden sich die einzelnen Regionen Madagaskar extrem voneinander und jede Tierart scheint in etwa dutzend oder hundertfacher Ausführung zu existieren. Am bekanntesten sind die Lemuren, die man am besten im Ranomafana-Nationalpark oder im Isalo-Nationalpark beobachten kann. Im Westen der Insel befindet sich die berühmte Avenue des Baobabs an der sich die beeindruckenden Bäume in ihrer ganzen Schönheit präsentieren und tolle Fotoaufnahmen im Licht der untergehenden Sonne ermöglichen. Im Nationalpark Tsingy de Bemaraha findet man die bizarren Tsingys, Kalksteinnadeln die so eng aneinander stehen, dass Sie einen steinernen Wald bilden. Madagaskar ist völlig umschlossen mit dem türkisfarbenen Wasser des Indischen Ozeans.

Einen der schönsten Strände findet man aber auf Nosy Bé. Von hier kann man auch wunderbare Tauchexpeditionen machen und nach Walen Ausschau halten, während es entlang der Ostküste einige exzellente Kite- und Surfspots zu entdecken gibt. Aber Madagaskar besteht nicht nur aus tollen Stränden und faszinierenden Naturparadiesen. Es sind vor allem die Menschen, die Reisende von der „roten Insel“ schwärmen lassen. Die Einwohner Madagaskar gelten als sehr freundlich und ehrlich und verfügen über eine faszinierende Kultur mit vielen interessanten Bräuchen.

Ein weiteres Highlight Madagaskars sind die Duft- und Gewürzplantagen. So werden hier neben Zimt und Nelken auch Ylang-Ylang, Pfeffer und Vanille angebaut. Um die ganze Vielfalt Madagaskar zu ergründen, reicht ein normaler Urlaub nicht aus – aber so hat jeder Besucher die Möglichkeit, seine eigenen Highlights zu finden oder auch immer wieder zu kommen.

Mehr Informationen über Madagaskar

Alle Reisen mit dem Reiseziel Madagaskar

5 Reisen

Wir haben im Januar eine unvergessliche Zeit in Tansania und Sansibar verlebt. Sehr angenehm verliefen unsere Vorbereitungsgespräche mit Herrn Heidler von Akwaba Afrika, woraus dann ein ganz tolles Programm entwickelt wurde. Besonders gefallen haben uns dessen Vielfältigkeit und das dahinterstehende Konzept. Wichtig war für uns, den Einheimischen mit einem für alle Seiten angenehmen Gefühl begegnen zu können. Ein Höhepunkt war die Walking Safari mit bewaffnetem Ranger, vorbei an großen Büffelherden und Gruppen von Warzenschweinen und auch der Besuch mit Übernachtung bei den Massai in Olpopongi. Weitere Höhepunkte waren die Chagga Caves und eine Kaffeetour am Kilimandscharo. Auch auf Zanzibar klappte alles wunderbar. Auf dem Weg zu unserer letzten Station, Stone Town, besichtigten wir noch eine Gewürzplantage. Dann waren auch schon drei unvergessliche Wochen vorbei, in denen wir atemberaubenden Landschaften, netten Menschen und vielen Highlights von Flora, Fauna und Kultur begegnet sind. Unsere Erwartungen wurden mit dieser Reise deutlich übertroffen. Die Reise war fantastisch, alles war sehr gut organisiert und hat prima geklappt.   Mehr lesen »

Doris & Arno
Doris & Arno
Tansania / 2018

Das Highlight unserer Reise waren die Gorillas! Außerdem die Bootstour im Queen Elisabeth war klasse, da haben wir mehr Tiere gesehen als auf den Pirschfahrten. Vor allem viele tolle Vögel. Den Bigodi Swamp Walk. Da haben wir richtig viel über das Land und das Leben in der Region gelernt. Die lange Fahrt zum Murchinsons hat sich echt gelohnt, ist ein toller Park. Und zum Schluss die Rhinos aus nächster Nähe, das war ein klasse Abschluss der Reise.   Mehr lesen »

Anja & Tim
Uganda / 2016

Aus unseren Wünschen und Vorstellungen stellte Akwaba eine unvergessliche, intensive 8-tägige Safari für uns zwei zusammen. Dank unserem sehr erfahrenen und liebenswürdigen Guide Mikel waren wir immer zur richten Zeit am richtigen Ort für eindrückliche Tiersichtungen. Wir konnten uns sehr viel Zeit nehmen fürs Fotografieren. Er weiß einfach alles über Tiere und Pflanzen und wir spürten seine Verbundenheit zur Natur. In jeder Lodge wurden wir herzlich begrüsst und umsorgt. Das Essen war immer gut und reichlich in Büffetform. Vielen Dank dem Akwaba Team für die tolle Reise. Wir würden wieder mit Euch reisen und empfehlen Euch gerne.   Mehr lesen »

Erika & René
Erika & René
Tansania / 2019

Die Reise ist von Anfang bis zum Schluss reibungslos und sehr gut organisiert verlaufen. Die Anzahl Programmpunkte pro Tag und die Kombination aus einwenig sportlicher Betätigung (Wald-Spaziergang oder z. Bsp. Wasserfall besuchen) und kulturellen Themen war sehr gut gewählt. Die einzelnen lokalen Guides, welche verschiedene Themen noch vertieft haben, wurden gut ausgewählt. Das Auto war in tiptop-Zustand und wurde immer wieder mal abgestaubt und die Fenster gereinigt.   Mehr lesen »

Gerhard
Togo / 2015

Wunderschöne Reise mit spektakulären Tierbeobachtungen. Wir haben uns in den Lodges (sehr freundliches Personal, überwiegend hervorragend gutes Essen) ausgesprochen wohl gefühlt. Das grösste Highlight war die Serengeti, in die uns ein sehr kompetenter und engagierter Guide begleitet hat, aber auch die übrige Reise hat uns begeistert - wir nehmen zahlreiche Bilder mit, die wir nie vergessen werden. Ein herzliches Dankeschön an Frau Krombach und Herrn Heidler, die diese Reise mit Liebe und Geduld für uns zusammengestellt haben!   Mehr lesen »

Ulrike & Herbert
Tansania / 2021

Die Reise war top vorbereitet und ergab für uns in einem sehr grünen Tansania die richtige Mischung von Erkundung des Landes auch off the beaten tracks, einem Schuss Abenteuer, aber auch Erholung. Seine Begegnungen mit den Tieren muss man sich in dieser Zeit (Dezember, also quasi kleine Regenzeit) aber ein bisschen verdienen. Hat Spaß gemacht!   Mehr lesen »

Kristin & Oliver
Tansania / 2024

Wir planten unsere individuelle Namibia-Reise zu unserem 50igsten Geburtstag. Durch die Pandemie konnten wir im August 2022, 3 Jahre später, die Reise nachholen. Dank der Unterstützung und stetigen Umbuchung über die 2 Jahre durch das Akwaba-Team erlebten wir unvergessliche drei Wochen in Namibia. Es wird lange dauern, all die vielseitigen Eindrücke zu verarbeiten. Namibia ist sehr gut alleine zu bereisen. Durch die vorgebuchten Unterkünfte war die Route mehr oder weniger vorgegeben. Wir sind aber immer wieder von dieser abgewichen und haben so noch das einte oder andere Highlight für uns zusätzlich eingebaut. Diese individuelle Freiheit haben wir sehr genossen. Ein großes Dankeschön an das Akwaba-Team, welches die Jahre der Pandemie ohne Aufschlag oder größeren Umbuchungen unsere Reise aufrecht erhalten und immer wieder neu gebucht hat! Dies ist nicht selbstverständlich!   Mehr lesen »

Antje & Thomas
Namibia / 2022

AKWABA hat uns eine dreiwöchige Simbabwe-Selbstfahrerreise mit zehn Personen in fünf 4x4 Fahrzeugen und Dachzelten nach unseren Vorstellungen organisiert. Es ging von den Victoria Fällen zum Hwange Nationalpark, mit der Fähre über den Kariba Stausee und über Chirundu zum Mana Pools Nationalpark. Wir erlebten eine atemberaubende Natur, eindrucksvolle Menschen und viele positive Überraschungen. Die Krönung war eine persönliche, aufmerksame, einheimische Reiseleitung mit hochqualifizierter Ausbildung sowie breiten und tiefen Kenntnissen von Natur, Umwelt und Gesellschaft. Mit dieser Reiseleitung entwickelte sich ein einmaliges, spezielles Gruppenerlebnis. Wir empfehlen ausdrücklich eine Buchung mit AKWABA und werden uns bei zukünftigen Reisen weiterhin auf dieses hochqualifizierte Team verlassen. DANKE AKWABA!   Mehr lesen »

Claus, Johannes, Hannelore, Maria & weitere Freunde
Claus, Johannes, Hannelore, Maria & weitere Freunde
Simbabwe / 2022

„Wir sind schon viel gereist und haben auch viel gesehen. Aber diese Reise, die uns Akwaba zusammengestellt hat, war dann wirklich etwas ganz besonderes. Von Anfang an musste man sich um nichts kümmern und es lief alles perfekt. Der Unterschied, wenn man beim Spezialisten (Akwaba) bucht ist, dass vor Ort auch Spezialisten gebucht werden, so dass man nicht nur die Big 5 sieht, sondern dass der Guide uns mit dem perfekten Timing zum Rivercrossing führt. Spektakulär! Danke an Herrn Heidler und sein Team. Absolut zu empfehlen!!“   Mehr lesen »

Sandra & Jochen
Sandra & Jochen
Tansania / 2023

Wir möchten uns bei dem ganzen Akwaba Team für eine super organisierte Reise bedanken. Wir sind mit Hilfe von Akwaba nach Tansania aufgebrochen, um dort eine Selbstfahrerreise zu machen. Es war ein wunderschöner Urlaub mit vielen tollen Erfahrungen :) Tansania ist ein super Land für Selbstfahrer! Schon bei der Planung hat Akwaba alle unsere Wünsche erfüllt und berücksichtigt. Wir hatten daher genau die Reise, wie wir sie uns vorgestellt haben. Vor Ort war alles wie beschrieben und wir hatten immer einen Ansprechpartner in Form von Akwaba. Jede unserer Fragen wurde sehr schnell und gut beantwortet. Wie ein Urlaub so ist, hat nicht alles perfekt geklappt, aber das gehört einfach dazu. Auch das sind Erlebnisse, die es spannend machen. Von eurer Seite her, war aber so gut wie alles perfekt! Das ganze Akwaba Team hat einen super Job gemacht und wir können uns nur bedanken und absolut weiterempfehlen. Ein besserer Service ist eigentlich nicht möglich. Vielen lieben Dank!   Mehr lesen »

Laura & Tobias / Tansania / 2019
Laura & Tobias
Tansania / 2019

Interessante Orte in Madagaskar

  • Akanin’ny Nofy: Das „Nest der Träume“ am Pangalanes-Kanal

    Akanin'ny Nofy

    Akanin’ny Nofy: Das „Nest der Träume“ am Pangalanes-Kanal – Regenwald, Lemuren & Seeidylle machen es zu einem magischen Rückzugsort.
  • Blick auf Antananarivo

    Antananarivo

    Antananarivo – quirlige Hauptstadt Madagaskars: enge Gassen, Paläste, Streetfood und ein Mix aus Tradition und Moderne.
  • Belebte Straße in Antsirabe

    Antsirabe

    Antsirabe - Madagaskars charmante Hochlandstadt mit Thermalquellen, Kolonialarchitektur & bunten Rikschas im kühlen Gebirgsklima.
  • Landschaft mit Hügeln

    Isalo-Nationalpark

    Isalo-Nationalpark: Faszinierende Felsformationen, Savannen & Palmenoasen – Madagaskars eindrucksvolle Kulisse für Natur und Abenteuer.

Wie wäre es mit einer Reise in ein Nachbarland?

  • Strand Mauritius

    Mauritius

    Mauritius, eine Insel im Indischen Ozean, ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen aus aller Welt. Die Insel zeichnet sich durch …

  • Segelboot bei Einfahrt in Naturhafen in Mosambik

    Mosambik

    Mosambik gilt als Reiseland für viele als unbekanntes Terrain und kann noch immer getrost als Geheimtipp angesehen werden, obwohl …

  • Luftaufnahme-Strand-Mahe-Seychellen

    Seychellen

    Die Seychellen sind ein wahrhaft traumhaftes Reiseziel, das mit seiner natürlichen Schönheit, den atemberaubenden Stränden und …

Unterkünfte auf Madagaskar

12 Unterkünfte
  • Hotel Grégoire

    Hotel Grégoire

    Das Hotel Grégoire ist eine gemütliche 3-Sterne-Unterkunft die fußläufig nur knapp 15 Minuten vom Stadtzentrum der …

    Komfort
    ●●●
  • Willkommen auf Akwaba Afrika Reisen

    Hotel H1

    Das Hotel H1 in Madagaskar ist die ideale Unterkunft für Reisende, die Komfort, Gastfreundschaft und eine zentrale Lage …

    Komfort
    ●●●
  • Relais de Mantadia in Andasibe mit Blick auf Pool

    Relais de Mantadia

    Eingebettet in die atemberaubende Natur Madagaskars bietet das Relais de Mantadia eine luxuriöse Unterkunft in …

    Komfort
    ●●●●
  • Aussicht vom Iharana Bush Camp

    Iharana Bush Camp

    Am Ufer eines Sees, unweit des Mahavavy Flusses finden Sie das Iharana Bush Camp. Die Cottages sind in Ihrer Bauweise an …

    Komfort
    ●●●
  • Palmarium Hotel eingebettet in ein 50 Hektar großes privates Naturreservat am Ufer des Ampitabe-Sees und des Indischen Ozeans

    Palmarium Lodge

    Das Palmarium Hotel, idyllisch an der Ostküste Madagaskars im Gebiet Ankanin’ny Nofy gelegen, bietet seinen Gästen …

  • Doppelzimmer des Nosy Mangas

    Nosy Manga

    Das Nosy Manga Hotel in Antananarivo, Madagaskar, ist eine erstklassige Unterkunft für Reisende, die sowohl Komfort als …

    Komfort
    ●●●
  • Satrana Lodge am Eingang des Isalo-Nationalparks Aussenansicht

    Satrana Lodge

    Die Satrana Lodge liegt im Herzen Madagaskars an der berühmten Nationalstraße 7 und direkt am Eingang des beeindruckenden …

    Komfort
    ●●●●
  • Hotel Palmarium

    Hotel Palmarium

    Das idyllische Hotel Palmarium am Ufer des paradiesischen Lac Ampitabe in Ankanin’ny Nofy überzeugt durch seine Lage an …

    Komfort
    ●●
  • Cocktails am Pool genießen mit einem herrlichen Blick auf das Meer

    Manga Soa Lodge

    In Manga Soa wird auch viel Wert auf Nachhaltikeit gelegt. Über Solarenergie kann sich das Hotel fast vollständig autark …

    Komfort
    ●●●●
  • Mamirano Lodge Madagaskar Aussenansicht

    Mamirano Lodge

    Die Mamirano Lodge liegt an der Südwestküste Madagaskars, in dem malerischen Fischerdorf Ambatomilo, etwa 120 Kilometer …

    Komfort
    ●●
  • Sonnenuntergang am Privatstrand von Anjiamarango Beach Resort

    Anjiamarango Beach Resort

    Das Anjiamarango Beach Resort verfügt über 35 individuell eingerichtete Bungalows mit Seeblick und einem atemberaubenden …

    Komfort
    ●●●●
  • Hauptgebäude des Ambalakely

    Hotel Ambalakely

    Das Hôtel Ambalakely liegt idyllisch in der Nähe von Fianarantsoa und ist der perfekte Rückzugsort für alle, die die Ruhe …

    Komfort
    ●●

Einreiseinformationen

Mehr Informationen

Was muss man über Madagaskar wissen?

Madagaskar ist der zweitgrößte Inselstaat der Erde und wird oft auch die „rote Insel“ genannt, da Sie eine besonders charakteristische Laterit- (durch Gesteinsverwitterung entstandene) Schicht aufweist.

Die Insel wird durch die 420 bis 1000 km breite Straße von Mosambik vom afrikanischen Festland getrennt und entwickelte sich daher fast vollkommen isoliert, was dazu führte, dass nicht nur die Sprachen und Kulturen des Landes sich stark vom Rest Afrikas unterscheiden, sondern vor allem die Tier- und Pflanzenwelt. Von den geschätzt etwa 200.000 auf Madagaskar lebenden Pflanzen- und Tierarten sind etwa Dreiviertel endemisch, kommen also nur auf der Insel vor. Die bekanntesten von ihnen sind ohne Zweifel die Lemuren. Einige der Arten, aber auch die madagassischen Sprachen, haben eine größere Verwandtschaft zum südpazifischen Raum als zum afrikanischen Festland. So kann Madagaskar getrost als ungewöhnlichstes Land Afrikas bezeichnet werden.

Dabei bietet die Insel eine unglaubliche Vielfalt. Von tropischen Regenwäldern über trockene Savannen bis zu Hochgebirgen und Palmenstränden findet man in Madagaskar jede denkbare Vegetations- und Klimazone. Aufgrund menschlichen Eingreifens veränderte sich die Gestalt der Insel dramatisch. So gab es bis vor einigen hundert Jahren noch eine üppige Megafauna, wie z.B. den riesigen Elefanten-Vogel der eine Höhe von bis zu 3 m erreichen konnte. Umweltschutz ist heute ein erklärtes Ziel der Regierung, aber die Umsetzung bleibt weiterhin problematisch.

Wo liegt Madagaskar?

Mit einer Größe von 587.295 km² ist Madagaskar ein wenig kleiner als Frankreich und die viertgrößte Insel der Welt. Mit einer Lage von 12 bis 25 ° südlicher Breite und 40 bis 50 ° östlicher Länge ist es eines der östlichsten Länder Afrikas. Nur Mauritius, die Seychellen und Somalia liegen weiter östlich. Die größte Stadt des Landes ist die im zentralen Hochland gelegene Hauptstadt Antananarivo, auch einfach nur „Tana“ genannt. Hier leben etwa 1,8 Millionen Menschen.

Madagaskar ist geologisch betrachtet eine sehr alte Insel. Das Zentrum der Insel bildet eine Hochebene von etwa 1100 m Höhe, die zum Ostteil der Insel schroff abfällt während der Steigungswinkel zum Westen hin wesentlich flacher ausfällt. Der höchste Berg Madagaskars ist Maromokotro mit 2876 m Höhe.

Madagaskar trennte sich vor etwa 150 Millionen Jahren von Afrika und erst vor 90 Millionen Jahren. So verwundert es nicht, dass einige Tier- und Pflanzenarten eine engere Verwandtschaft zum asiatischen als zum afrikanischen Raum aufweisen. Die Insel war einst fast komplett bewaldet, aber durch jahrhundertelanges menschliches Einwirken ist sie heute zu etwa 90 % mit sekundären Savannen bedeckt. Grund dafür ist eine intensive Weidewirtschaft und illegales Roden. Lediglich im östlichen Küstenbereich gibt es noch größere Regenwaldflächen. Wiederaufforstungsmaßnahmen haben bisher nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Je weiter man von Osten nach Westen kommt wird die Vegetation immer spärlicher, da auch das Klima wesentlich trockener wird. Wasser ist im allgemeinen ein kostbares Gut auf der Insel, obwohl es mehrere große Seen und über 50 größere Flüsse gibt. Mit dem 645 km langen „Canal des Pangalanes“ verfügt Madagaskar über die längst künstliche Wasserstraße der Welt.

Wie ist das Klima in Madagaskar?

Jahreszeitliche Temperaturschwankungen sind in Madagaskar nur sehr schwach ausgeprägt. Wie in den meisten tropischen Ländern zeichnen sich auch in Madagaskar saisonale Unterschiede hauptsächlich durch Regen- und Trockenzeiten ab. Aber auch regional unterscheidet sich das Klima teilweise extrem. Dabei lässt sich das Klima Madagaskars in drei Zonen aufteilen: Das zentrale Hochland, die Ostküste und der Südwesten.

So ist Südwesten ganzjährig sehr trocken und heiß, mit Temperaturen zwischen 28 °C und 33 °C. Lediglich von Dezember bis Februar kann es etwas häufiger regnen, aber von einer Regenzeit ist hier kaum zu sprechen. Das liegt vor allem daran, dass die vorherrschende Windrichtung von Ost nach West verläuft und sich so die meisten Wolken bereits an der Ostküste vor dem Hochplateau abregnen.

An der Ostküste ist das Klima daher entsprechend ganzjährig feucht, wobei die meisten Niederschläge zwischen März und August fallen. In dieser Zeit fallen die Temperaturen hier auf 20 – 25 °C. In der restlichen Jahreszeit bewegen diese sich zwischen angenehmen 24 °C bis 29 °C.

Das Hochland ist von stärkeren Schwankungen betroffen, wobei die Temperaturen ganzjährig wesentlich milder als in den Küstenregionen ausfallen. Von Oktober bis März liegen diese zwischen 15 °C und 25 °C während sich das Thermometer in den kalten Monaten von Juni bis Ende August zwischen 10 °C und 20 °C einpegelt. Nachts können sogar Temperaturen um den Gefrierpunkt erreicht werden. Die regenreichste Zeit ist hier, wie im Norden von November bis März. Sollten Sie also während einer Reise verschiedene Seiten den Insel erkunden wollen, sollten Sie Kleidung für unterschiedliches Wetter mitnehmen.

Wie ist die Politik in Madagaskar?

In Madagaskar leben etwa 34 Millionen Menschen. Damit zählt es in seiner Bevölkerungsdichte zum afrikanischen Durchschnitt und ist eines der dichtest besiedelten Länder Afrikas. Durch eine hohe Geburtenrate und eine sehr niedrige durchschnittliche Lebenserwartung ist die Bevölkerung Madagaskars mit durchschnittlich 19,1 Jahren vergleichsweise sehr jung. Zum Vergleich: Das Durchschnittsalter in Deutschland ist ca. 44,7 Jahre.

Die meisten Madagassen haben eine gemeinsame Identität entwickelt, wobei die auf der ganzen Insel gesprochene Hauptsprache, Malagasy, ein wichtige Rolle spielt. Dennoch unterscheiden sich die Madagassen in 18 verschiedenen Ethnien, den sogenannten „foko“. Diese haben zum Teil sehr unterschiedliche Institutionen und Bräuche entwickelt. Eine weitere Gruppe sind die Jäger und Sammler der Mikea. Diese stellen im Grunde genommen keine eigene Ethnie da und bestehen aus Mitgliedern verschiedener foko. Die Gruppenbeschreibung ist daher lediglich auf ihren spezifischen Lebensstil gerichtet. Die größte ethnische Gruppe sind die Merina. Sie stellen etwa ein Viertel der Bevölkerung Madagaskars. Aber auch viele Einwanderer leben auf der Insel. Dazu gehören vor allem Franzosen, Komoren, Inder und Chinesen.

Indigene Religionen spielen weiterhin eine große Rolle in Madagaskar. Über die Hälfte aller Madagassen bekennen sich zur Ahnenverehrung. Etwa 40 % der Menschen sind christlichen Glaubens und nur etwa 7 % bekennen sich zum Islam. Die aus dem indigenen Glauben entstandenen und „Fady“ genannten Regeln und Tabus, die es zu bestimmten Zeiten oder an bestimmten Orten einzuhalten gilt, werden von vielen Madagassen unabhängig ihrer Konfession beachtet.

Der Analphabetismus auf der Insel ist nach wie vor sehr hoch. Madagaskar gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. 2009 wurde der Präsident Ravalomanana gestürzt und es kam zu einer 4-jährigen von der Internationalen Gemeinschaft nicht anerkannten Übergangsregierung. In dieser Zeit litt Madagaskar erheblich, da auch Hilfsleistungen anderer Staaten ausblieben. Seit 2013 ist Hery Rajaonarimampianina Präsident des Landes. Die politische Lage ist trotz tiefer struktureller Probleme und großer Korruption weitgehend stabil.

Wie ist die Infrastruktur in Madagaskar?

Nur etwa 5.300 km bzw. 10 % von Madagaskars Straßennetz sind asphaltiert. Drehkreuz ist die zentral gelegene Hauptstadt Antananarivo. Von hier gehen in jeder Himmelsrichtung die wichtigsten Straßen bis zu den Küstenstädten. Da die Hauptstraßen nur teilweise ausgebaut und gerade in Regenzeiten schwer befahrbar sind, muss für Überlandfahrten in Madagaskar viel Zeit eingeplant werden und von Nachtfahrten sollte abgesehen werden. Für längere Distanzen bieten sich daher Inlandsflüge an. Air Madagaskar fliegt insgesamt 40 verschiedene Inlandsflughäfen an, Annulierungen von Flügen kommen aber leider häufig vor. Die Insel verfügt auch über ein ca. 1030 km langes Eisenbahnnetz, welches die wichtigsten Städte miteinander verbindet. Der Betsiboka ist der einzige schiffbare Fluss des Landes, andere Flüsse können nur mit dem Kanu befahren werden.

Das Stromnetz in Madagaskar ist außerhalb der großen Städte extrem schlecht ausgebaut. 2015 hatten nur etwa ein Viertel der Einwohner regelmäßigen Zugang zu Elektrizität. Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Hotels behelfen sich oft mit Notstromgeneratoren. Die Mobilfunkabdeckung hingegen ist vergleichsweise gut. Die Internetverbindung ist ortsabnhängig von sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit. Derzeit wird aber enorm in den Ausbau des Netzes investiert.

Wie sicher ist Madagaskar?

Madagaskar ist ein sehr sicheres Reiseland. Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle kommen vor allem in den großen Städten vor, wobei gerade an öffentlichen Taxi- und Busständen bzw. in der Nähe von Hotels erhöhte Aufmerksamkeit geboten ist. Wertsachen sollten nach Möglichkeit nicht auffällig mitgeführt oder offen im Auto liegen gelassen werden. Um die Sicherheitslage zu verbessern, finden in größeren Städten und touristischen Zentren vermehrt Polizeikontrollen statt. Sie sollten daher Ihren Reisepass immer mit sich führen. Viele Arten auf Madagaskar sind akut vom Aussterben bedroht und deren Einfuhr in die EU illegal. Sehen Sie daher ab Souvenirs zu erwerben, die unter die Artenschutzbestimmungen fallen. Fragen Sie zur Sicherheit Ihren Reiseleiter.